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Dienstag, 25 September 2018
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Notocactus blaauwianus van Vliet

Notocactus blaauwianusBedeutung des Namens: benannt nach dem ehemaligen Vorsitzenden der niederländisch-belgischen Vereinigung Succulenta Ir. A. Blaauw

Erstbeschreibung: Van Vliet, Dirk (1976): Succulenta 55 (6): 108 - 113.

Beschreibung:

Diese zierliche Pflanze hatte den provisorischen Namen N. concinnus var. wolthuysianus.

Der Körper fachkugelig bis säulenförmig, 60 mm breit und hoch. Die Pflanze blüht schon bei 4 cm Ø. Der Scheitel ist oft dreieckig eingesenkt mit kleinen Höckern und weiß befilzt. Einzeln wachsend. Die etwa 23 flach abgerundeten Rippen sind ungefähr 6 mm breit und 3 mm tief , in Höcker zergliedert und senkrecht verlaufend. In deren Kerben sitzen die Areolen. Diese sind nur 1-2 mm breit, 6 mm von einender entfernt und rasch verkahlend.

Dornen: Mittel- und Randdornen sind schwer voneinander zu unterscheiden. Es sind insgesamt ~ 17, bis 6 mm lang, gedreht, gebogen, anliegend, glasig mit braunen Punkten und Spitzen, die später vergrauen.

Die Blüten stehen hoch auf einer dünnen Röhre, sind 60-70 mm lang und 55 mm breit. Die Blütenblätter glänzen zitronengelb, an der Spitze grüngelb. An der Außenseite befindet sich ein rötlicher Mittelstreifen. Am Fuße des Nektariums liegt eine enge Nektarkammer. Die Staubblätter füllen die ganze Blüte wobei die unteren purpurn und oberen gelb sind. Der Griffel ist rot und trägt 11 ebensolche Narbenäste.

Die Früchte wachsen bis zu 15 mm große Beeren aus und enthalten etwa 80 Samen. Diese sind schwarz, helmförmig, um 0,9 mm breit und lang. 

 

Heimat:  Departamento Cerro Largo, südlich Melo, Uruguay. In Kieseln unter Büschen.

Feldnummer: DV 9/a, DV 9/17 und DV 103.


Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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