In welcher Erde soll ich meine Pflanzen kultivieren? Diese Frage lässt sich in wenigen Worten nicht beantworten, leider. Es kommt auf die Herkunft der Pflanzen, ihre natürlichen Bedürfnisse aber auch auf die Bedingungen an in denen wir unsere Pflanzen kultivieren. Von der Kakteenerde im Supermarkt bis hin zur selbst zusammengestellten Mischung aus mehreren Komponenten kann alles funktionieren. Aber wenn es nicht tut, dann habe ich dafür mehrere Vorschläge zusammengestellt.

Literatur:

  • Mark Faint: ( www.mfaint.demon.co.uk )
  • Cullmann/Götz/Gröner: Kakteen, Stuttgart 1984
  • Hans Hecht: Kakteen, München 1982
  • Holger Dopp: Kakteen, Stuttgart 1994

Notokakteen sollen in einem gut durchlässigen Boden mit reichlich organischem Material wachsen. Er muß einen niedrigen pH-Wert unter 6.0, d.h. leicht sauer, haben. In der Natur müssen die Pflanzen oft mit längeren Trockenphasen zurecht kommen, dafür muss das Substrat Wasser speichern können. In Regenzeiten muss die Erde das überschüssige Wasser aber schnell abgeben, damit sich keine Fäulnis an den Wurzeln oder am Wurzelhals bildet. SubstratDie gute Durchlässigkeit erreicht man leicht durch mineralische Substrate wie Lava, Bims, Granitsplit und ähnlichem. Bei Quarzsand muss man aufpassen, denn er speichert sehr lange die Feuchtigkeit. Das selbe gilt auch für Ziegelsplitt, der immer mehr zerfällt und später den Topf richtig verschlammt, wenn man nicht rechtzeitig umtopft. Günstig ist auf jeden Fall die Substrate durchzusieben und alles was kleiner wie ein Millimeter ist zu entfernen.
Für die humose Komponente greife ich oft auf die angebotene Kakteenerde zurück, die man sich statt beim Supermarkt in größeren Gebinden bei den Kakteengärtnereien oder im Fachhandel besorgen kann. Fertige Erde ist zum Teil vorgedüngt, was man beim Kauf erfragen sollte, damit man nicht zu viel des Guten tut.Substrat

Problemfälle bei den Pflanzen setze ich gerne in reinen gewaschenen Bims, darin bilden sich schnell neue Wurzeln. Um so kleiner die Pflanzen sind, um so feiner muss das Substrat sein.

Zur Aussaat hat es sich bewährt auf spezielle Aussaatmischungen zurück zu greifen. Manchmal wird gleich dazu etwas gröberer Kies zum abdecken des Samens mitgeliefert. Weiteres werde ich im Text: Aussaat behandeln.
Verwenden Sie in Ihrer Sammlung nur eine Erdenmischung, denn jede verhält sich anders und sie können nicht hinsichtlich des Gießens auf jede Mischung anders reagieren. Kaufen Sie lieber eine größere Menge und topfen Sie alles auf einen Rutsch um. Womit ich schon beim nächsten Punkt: Dem Umtopfen wäre.

Ich verwende im Moment ungefähr 50% Bims, 20% Lavasplitt und 30% Kakteenerde von einem Händler. Damit fahre ich unter meinen Bedingungen im Gewächshaus recht gut.


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