Translate

Czech Dutch English French Hungarian Portuguese Spanish
Top Panel
Donnerstag, 13 Dezember 2018
A+ R A-

Notocactus concinnus fa. gibberulus (Prestle) Gerloff & Neduchal

Foto W. Prauser

Bedeutung des Namens: concinnus (lat.) = zierlich; gibberulus (lat.) = kleiner Buckel

Erstbeschreibung:

  • Prestlé, Succulenta 65 (6,7): 142-145
  • Gerloff, N., Die nördlichen Vertreter des N. concinnus (Monville) - INTERNOTO 9 (4), S. 99 - 112.

Beschreibung:

Körper: einfach, abgeflacht kugelförmig, dunkel chromgrün, kräftig, stark und auffallend gerippt, 4 - 6 cm hoch, 8 - 10 cm Ø; Faserwurzel. Rippen: 18 - 19, Seitenkanten rund, oben abgeflacht, zwischen den Areolen verdickt und kinnförmig erhöht, 1cm breit und 0,3 cm hoch, Scheitel 1,5-1,8 cm im Ø, dornenlos, die Rippen teilweise mit leichtgrauer Areolwolle bedeckt, vor allem zwischen den dicken Höckern; Scheitelpunkt 0,7-0,8 cm vertieft.

Areolen: rund, hellgrau, 0,2 cm im Ø, zuerst mit hellgrauer Wolle und einem scheinbaren Durchmesser von 0,3 cm, später kahl. Die Areolen liegen tief eingesenkt zwischen den stark erhöhten, kinnförmigen Höckern. Dornen: alle elastisch, weich, nicht stechend, durcheinander in alle Richtungen vom Körper abstehend, aber im Neutrieb nach oben ausgerichtet. Randdornen 14, spinnenförmig am Körper anliegend, gedreht und gebogen, 1,0 cm lang, zuerst bernsteinfarben, schnell vergrauend. Mitteldornen 4, von den Randdornen durch Länge und Dicke zu unterscheiden, 1 Mitteldorn dominierend und länger, maximal 2,5 - 2,8 cm lang, immer nach unten gerichtet oder schräg abstehend, die anderen 3 Mitteldornen sind kürzer und schwächer, 1,5 - 1,8 cm lang; alle im Neutrieb zuerst dunkel rotbraun, später stark vergrauend mit dunkelbrauner Spitze.

Knospen: sehr kräftig, bis 2,0 cm lang und 1,5 cm im Ø, birnenförmig, oben abgerundet, besetzt mit brauner Areolenwolle und Foto W. PrauserN. concinnus var. gibberulus Gf 210 Blütedunkelbraunen Haarborsten, Knospen am Rande des Scheitels stehend. Blüten: breit trichterförmig, chromgelb metallisch glänzend, 6 - 7cm breit und 4 - 5 cm hoch. Receptaculum: grün, trichterförmig zulaufend, oben 2,7 cm breit und unten 1,5 cm breit, Blütenboden einigermaßen karminrot. Blütenblätter breit lanzettförmig, 2,5 cm lang und 0,6 cm breit, an der Spitze gezahnt, die äußeren Blütenblätter etwas kleiner und an der Unterseite mit rötlichen Streifen. Staubfäden : 0,8 bis 1,0 cm lang, weißgelb von oben, nach unten Übergang zu gelbrosa; primäre Staubfäden lose um den Griffel stehend; sekundäre Staubfäden bis 1,5 cm hoch in die Blütenwand implantiert, Staubbeutel kräftig zitronengelb. Griffel: sehr kräftig und kurz, lediglich 1,6 cm lang und 0,15 cm dick, gebündelt, weißgelb, am Fuß verdickt und dort rosarot. Narbe: breit, sehr kräftig, 0,7cm breit und 0,3cm hoch, dunkel karminrot, 15 aufrecht stehende Narbenlappen. Die Farbe der Narbe reicht 0,8 cm in das Innerste des Stempels. Der Stempel wird durch die obersten Staubfäden überdeckt.

Frucht: oval, weichfleischig, olivgrün, 1,3 cm lang und 0,7 cm breit, besetzt mit brauner Areolenwolle und dunkelbraunen Haarborsten. Die Frucht platzt an der Seite unregelmäßig auf und fällt beim Eintrocknen auseinander. Samen: schwarz, mützenförmig, 1mm lang und breit.

Standort: Pedras-Altas-Gebiet, Staat Rio Grande do Sul, Brasilien. Die Pflanzen sind im Januar 1983 während einer Reise mit meinen Reisegefährten F. Stockinger und A. Nilson durch dieses Gebiet gefunden worden. Sie tragen die Feldnummer PR 313.


Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

 Anmeldung

Angemeldet bleiben