Notocactus tabularis WRA 314

Bedeutung des Namens: tabula (lat.) = Tafel; tischförmig, flach

Erstbeschreibung:

Cels ex Ruempler, T. (1886): Echinocactus concinnus var. tabularis - in: Förster, C. F. (1886): Handbuch der Kakteenkunde, 2. Auflage, Leipzig 552

Literatur:

Berger, Alvin (1929): Kakteen, Stuttgart: 211.

Beschreibung:

Körper: flachkugelig, später etwas höher, blass- bis blaugrün, bis zu 8 cm breit und 15 cm hoch, Scheitel eingesenkt, von dichtgestellten, weißen Dornen  geschlossen und von braunen Dornen überragt. Rippen: 16 - 22, niedrig, in stumpfe Höcker eingeteilt, etwa 4mm breit und etwa 1cm voneinander entfernt; die Höcker bilden seichte, oben scharf zulaufende, etwas geschlängelte Buchten.

Areolen: 4 - 5mm voneinander entfernt, mit weißer Wolle bedeckt, später kahl. Randdornen: 16-18, wasserhell, fein nadelförmig, strahlig verteilt, 1cm lang. Mitteldornen: 1-4, wenn 4, dann im Kreuz gestellt, 1,2 bis 2 cm lang, dünn, stechend, etwas gebogen, kastanienbraun bis fuchsrot, die anderen kürzer, weiß mit brauner Spitze.

Notocactus tabularis DV 10 KnospenKnospen: beige bewollt, grauhaarig. Blüte: am Scheitel, 6 cm lang, Schuppenachseln weißwollig, mit braunen Borsten, Blütenröhre am Grunde karminrot, äußere Hüllblätter lineal, stachelspitzig, kanariengelb mit grünem bis bräunlichem Mittelstreifen. Staubblätter 1cm lang, Staubfäden am Grunde karminrot, nach oben zu gelb;  Griffel 1,5 cm lang, karminrot bis weißlich gelb, Narbenäste 9 - 12;

Frucht: fleischig, länglich, etwa 1cm lang, mit vielen wolligen und borstigen Areolen und anhaftendem Blütenrest.


Standorte:

Notocactus tabularis wurde bislang nur in einem eng begrenzten Areal an der Südküste Uruguays nahe Maldonado gefunden:

  • Cerro San Antonio: DV 10, Gf 735, Gf 1214 
  • Pan de Azucar: Gf 1234
  • Piriapolis: FS 156, HU 292, MM 452, WRA 3
  • Punta Ballena: DV 10/a, FS 662, Gf 1222, KH 444, LB 1739, LB 2531, WRA 12, WRA 314
  • Sierra de las Animas: DV 10/4

Literatur:

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