Mittwoch, 20 März 2019
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Acanthocephala haselbergii

  • Acanthocephala haselbergii (RÜMPLER) GUIGGI
    Guiggi, A. (2012): Taxonomic novelties. – in: Cactology 3: 6

haselbergii Engel Ausschnitt k

Acanthocephala haselbergii (Foto: Dr. Thomas Engel)

„Körper kugelig, stark abgeplattet, tief genabelt, hellgrün. Höcker kegelförmig, theilweise sich zu spiralig nach oben laufenden Rippen aneinander schließend; die Rippen dicht aneinander geschlossen und spiralig in den mit Randstacheln gefüllten Nabel einlaufend.
Stachelpolster sehr dicht, gewölbt, mit schneeweißem Filz besetzt. Randstacheln 18-21, ohne besondere Richtung da oder dorthin gekrümmt und miteinander sich mischend, fein, weiß, glasig-durchsichtig, blass strohgelb, länger."

(Aus Förster/Rümpler 1886)

(benannt nach Dr. von Haselberg, einem Kakteenliebhaber aus Stralsund)

Erstbeschreibung:

  • Echinocactus haselbergii RÜMPLER
    Förster, C.F. & Rümpler, T (1886): Handbuch der Cacteenkunde, 2. Aufl., Bd. 2: 563-564
      

Foto HenßenWeitere Informationen:

Körper: flachkugelig, später abgeplattet, Scheitel tief eingesenkt, dicht bedeckt mit weißlichen kurzen abstehenden Dornen, hellgrün, bis 15 cm Ø, 15 cm hoch, nicht sich weniger als graessneri zum Licht; Faserwurzeln. Rippen eher Reihen von Höckern auf deren Oberseite die stark weißwolligen Areolen sitzen. Höcker kegelförmig, in teilweise spiralig verlaufenden Rippen angeordnet; Rippen 30 - 45, dicht, bis 5 mm tief.
Dornen 20 - 25, dünn, abstehend, ca. 1 cm lang; Mitteldornen 3 - 5, etwas länger, gelblich; Randdornen 18 - 21 fein, weißlich glasig, ohne besondere Richtung.

Blüten: kommen in längeren Schüben während mehrerer Monate am Rande der Scheitelregion, dunkelorange über blutrot bis rubinrot, mit gelbem Griffel und gelben Narbenästen, öffnen an mehreren Tagen hintereinander.

Frucht: klein, bedornt, ohne Wolle. Samen länglich, kaum 1 mm lang.

Bemerkung: Auch N. haselbergii variiert je nach Standort, nicht aber so, dass die Abweichungen als selbstständige Taxa zu betrachten wären.

Heimat: Vom Tiefland bis zu den höchsten, oft mit Schnee bedeckten Bergen im westlichen Rio Grande do Sul FR 1275, KZ 160, HU 51, Arroyo da Seca, Candelaria und bei Tabai . Dort stehen sie in steilen Wänden in Flechten, wo sie keimen können.

Synonyme:

  • Malacocarpus haselbergii (RÜMPLER) BRITTON & ROSE (→ inkorrekte Kombination ICN Art. 11.4)
    Britton, N.L. & Rose, J.N. (1922): The Cactaceae 3: 201
  • Brasilicactus haselbergii (RÜMPLER) BACKEB. ex SCHAFF (→ inkorrekte Kombination ICN Art. 11.4)
    Schaff, B. 1942: Der schiefköpfige Wuchs bei Eriocactus leninghausii (K. Sch.) Bckbg. und verwandten Arten. – In: Beiträge zur Sukkulentenkunde und -pflege 1942 (2): 38
  • Notocactus haselbergii (RÜMPLER) A.BERGER
    Berger, A. (1929): Kakteen, 343.
  • Parodia haselbergii (RÜMPLER) F.H.BRANDT
    Brandt, F.H. (1982): Die Gliederung der Gattung Spegazzini. - In: Kakteen- und Orchideen-Rundschau 7 (4): 67
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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