Samstag, 16 Februar 2019
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Notocactus uebelmannianus fa. nilsonii (G. Königs 1992) N. Gerloff & J. Neduchal

Erstbeschreibung:

Königs, Günther (1991): Erstbeschreibung - INTERNOTO 11 (4): 119 - 124.

Literatur:

Königs, Günther (1992): Nachtrag / Berichtigung - INTERNOTO 13 (2): 56.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: gedrückt kugelig, solitär, glänzend graugrün, bis 8 cm breit und 6 cm hoch (in Kultur manchmal noch größer werdend). Wurzeln faserig, weißlich-gelb. Scheitel leicht eingesenkt (0,5 cm), bedeckt von Wolle und Dornen - auch an den jüngsten Areolen. Rippen: 16 - 22 (Mittel 19), bis 15 mm breit, rund, zwischen den Areolen höckerig, 1 - 2 mm hochgezogen. Die Rippen nur 5 mm tief. Sie verlaufen gerade oder leicht gedreht nach unten.Notocactus uebelmannianus fa nilsonii

Areolen: rundlich bis breitrundlich, bis 5 mm Ø, zuerst mit viel weißer Wolle, oft 2 - 3 mm hoch, später kahl, nur 5 - 8 mm von einander entfernt, unter der Areole eine kleine Quergrube. Bedornung hellgelb bis bernsteinfarben; Mitteldornen: zumeist 2, einer oben, einer unten, liegen sich später flach über die Randdornen, um 10 mm lang (extrem 16 mm); Randdornen: 7 - 9, gespreizt, anliegend, später zu den Seiten und nach unten weisend, 5 - 12 mm lang.

Blüte: trichterförmig, nur 2,5 - 3 cm lang und geöffnet um 4 cm breit, hellpurpurn, innen oft noch heller, ganz vereinzelt wurden auch gelbe Blüten gefunden. Fruchtknoten: fassförmig bis leicht kreiselförmig, 5 - 7 mm lang, oben 4 mm breit, außen ganz bedeckt mit hellgrünen Schuppen, diese wiederum bedeckt mit weißen Härchen und kurzen Borsten. Samenanlagen zumeist oben und am Rand, weißlich. Röhre: 8 - 10 mm lang, trichterförmig, oben 10 - 12 mm Ø, unten 5 mm Ø, innen weißlich, außen bekleidet mit spitzen grünlichen Schuppen mit rotbraunen oder grauen Spitzen (1 mm). Aus den Achseln entspringen weiße Wolle und zumeist 3 bräunliche Borsten (1 - 2 mm); Staubfäden: dottergelb, 5 - 8 mm lang, inseriert bis an den Rand der Röhre, leicht reizbar durch Berührung; Staubbeutel dottergelb; Nektarium 1 - 1,5 mm tief, eng; Petalen: max. 18 mm lang, glänzend, hellpurpurn, am Fuß eine hellere Zone, lanzettlich (wenige rundlich endend). Die Blütenfarbe kann nach 2 - 3 Tagen deutlich heller werden; Griffel: unten weißlich oder gelblich, oben etwas rosa, nur 0,8 mm dick, 10 - 12 mm lang (extrem 14 mm).; Narben 7 - 8 Lappen, diese 2 - 2,5 mm lang, hellpurpurn, zum Teil auch hellrosa bis ins gelbliche gehend.

Frucht: erst weißlich behaart, dann auswachsend auf Fass- oder Kugelform, 8 mm lang und 10 mm breit. Jetzt fleischig, nur zu 50% mit Haaren bedeckt, olivgrün, später rötlich verfärbend. In getrocknetem Zustand unregelmäßig einreißend, jetzt ockerfarben.

Samen: mützenförmig, 80 - 100 in einer Frucht, 1,2 mm breit und 0,8 mm hoch, schwärzliche Testazellen mit Arrillus. Hilum weiß-beige mit vorgewölbtem Hilumsaum, Micropyle deutlich ausgeprägt. Die Art ist selbststeril.

Vorkommen: südöstlich der Siedlung von Minas do Camaqua, auf einer Steinplatte inmitten von typnahen Populationen, Rio Grande do Sul, Brasilien.
FS 137, GF 25.

Foto: N. Gerloff

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