Freitag, 18 Januar 2019
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Notocactus glaucinus F. Ritter 1979

glaucinus bedeutet, dass die Epidermis bläulich schimmert

Erstbeschreibung:

Ritter, Friedrich (1979): Kakteen in Südamerika, Band 1, Spangenberg: 168 - 169.

Beschreibung:Foto N. Gerloff

Körper: blaugrün, flachkugelig, in der Regel einzeln, aber mit schlafenden Brutknospen an den Wurzeln, 6 - 12 cm Ø;  7 - 12 tiefe scharfe Rippen, senkrecht verlaufend, gerade, im Querschnitt dreieckig, 10 - 20 mm hoch, schärfere Kanten und tiefer als bei Notocactus ottonis. Die Areolen sind weißfilzig, rund, 2 - 4 mm Ø, in 2 - 4 mm tiefen Kerben der Rippen.

Dornen: gerade, hellgelb, nadelförmig, die stärkeren rot mit gelben Spitzen, Mitteldornen 3, bräunlich, Randdornen 10 - 12, 1 - 3 cm lang, meist abstehend am oberen Ende der Areolen, oft ein Büschel abstehender gelber Borsten.

Blüten: am Scheitel, glänzend zitronengelb, 5 - 7 cm Ø, weit trichterförmig, geruchlos oder etwas duftend, Schlund gelb; Fruchtknoten hellgrün, bis unten bedeckt mit weißlicher bis bräunlicher Wolle und mit braunen Borsten, Schuppen klein, vertrocknend. Nektarrinne ca. 1 mm hoch, mit Nektar, schwach bis intensiv purpurn. Petalen 25 - 30 mm lang, 5 - 7 mm breit, stumpf oder wenig zugespitzt, hell zitronengelb, die äußeren mit purpurnen Enden; Röhre trichterförmig, 14 - 19 mm lang, innen intensiv zitronengelb, außen wie bei N. ottonis bewollt und mit Borsten, Staubfäden ebenso intensiv zitronengelb, 8 - 15 mm lang, die mittleren am längsten, Staubbeutel blass gelb, Insertionen bis zum Saumrand. Griffel blassgelb, 22 - 26 mm lang, wovon bis 5 mm auf die 10-15 purpurnen bis rubinroten Narbenlappen entfallen.

Samen: nicht wesentlich verschieden zu N. ottonis.

Typstandort: in der Gegend von Santiago, Rio Grande do Sul; ziemlich zerstreut: FR 1376, (HU 61).  Aber auch bei Sao Francisco de Assis, Alegrete, Rosario und Livramento wachsend.

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