Montag, 18 März 2019
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Acanthocephala graessneri var. albiseta

  • Acanthocephala graessneri (K.SCHUM.) GUIGGI var. albiseta (CULLMANN) PRAUSER
    Prauser, W. (2018): Die Gattung Acanthocephala BACKEBERG. - In: INTERNOTO 39 (1): 4-11

graessneri fa albiseta notocactus eu
Acanthocephala graessneri var. albiseta (Foto: www.notocactus.eu)

„Im Winter 1953/1954 erhielt Frau H. Winter/Frankfurt a.M. neben vielen weiteren interessanten Importen … einen weißen Brasilicactus, den jedermann zunächst für eine besonders schöne Varietät des altbekannten Brasilicactus haselbergii hielt. Verblüfft war ich jedoch, als sich im Sommer 1954 eine Blüte entwickelte: es war die typische grüne zygomorphe graessneri-Blüte. Wegen ihres dichten feinen weißen Borstenkleides nenne ich diese neue schöne Varietät „albiseta“ = die weißborstige.

Die Areolen sind nicht gelb, sondern ganz hell gelblichweiß und tragen noch zahlreichere ganz hell gelblichweiße Randstacheln neben den Mittelstacheln, die grünlichgolden sind wie bei der Art selbst. Ganz auffallend aber sind die zahlreichen bis zu 3 cm langen weißen Borstenhaare.“ (Aus: Cullmann 1955)

Erstbeschreibung:

  • Brasilicactus graessneri (K.SCHUM.) BACKEB. var. albiseta CULLMANN (→ inkorrekte Kombination ICN Art. 11.4)
    Cullmann, W. 1955: Brasilicactus graessneri K. Schum. var albiseta Cullm. var. nov. – In: Kakteen und andere Sukkulenten 6 (1): 105 (→ ungültig, weil ungültiger Gattungsname)

Synonyme:

  • Notocactus graessneri (K.SCHUM.) A.BERGER var. albisetus (CULLMANN) KRAINZ
    Krainz, H.: Die Kakteen, Lieferung C VI c, 15.VI.1960
  • Notocactus graessneri (K.SCHUM.) A.BERGER f. albisetus (CULLMANN) N.GERLOFF & NEDUCHAL
    Gerloff, N. & Neduchal, J. 2004: Taxonomische Neubearbeitung der Gattung Notocactus. - In: Internoto 25(2): 46
  • Parodia haselbergii (HAAGE ex RÜMPLER) F.H.BRANDT f. albiseta (CULLMANN) TRAGER
    Trager, J.N. 2004: International Succulent Introductions 2004. Plant Introductions of the Huntington Botanical Gardens. – In: Cactus and Succulent Journal (Los Angeles) 76(2): 60.

graessneri km 13

Zusätzliche Informationen:

Die Areolen dieser Form sind nicht gelblich, sondern weißlich. Die Form unterscheidet sich vom Typ der Art nur durch die noch zahlreicher vorhandenen weißen Randdornen, die bis zu 3 cm lang sein können. Die Sämlinge sind schneeweiß. Die  Blütenfarbe ist eher gelblich-grün. Solche extrem langdornigen und weichen Pflanzen wachsen beim Canon Fortaleza (HU 54) in 1100m Höhe, bei Jacquirana, Vacaria do Sul und im nördlichen Nachbarstaat Santa Catarina.

(Bearbeitet von N. Gerloff 3/2013)

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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