Dienstag, 19 März 2019
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Notocactus apricus (Arech.) Berger ex Backeberg

Foto W. Prauser

Bedeutung des Namens: apricus (lat.) = sonnig, die Sonne liebend

Erstbeschreibung: Arechavaleta, J. (1905): Anales del Museo Nacional de Montevideo, Flora Uruguaya, Tomo II, 205-207, Montevideo

Beschreibung:

Körper: sprossend (in Kultur selten) - eher aus einem Stamm abzweigende Körper, 3 - 4 cm breit, Scheitel abgeflacht, eingesenkt, bedeckt mit bräunlich-rötlichen Dornen, hellgrün mit ca.20 senkrecht abfallenden niedrigen, leicht gehökerten Rippen.

Areolen: ca. 4mm entfernt; Dornen: Randdornen 20-30, borstenartig, seitlich verflochten, gelblichgrau, biegsam; Mitteldornen: meist 4, bis 15 mm lang, davon meist einer abwärts gebogen, dunkle Spitze, am Grunde braun verfärbt.

Blüten: gelb, bis 8 cm hoch, 5 cm und mehr breit, nahe des Scheitels, eng-trichterförmig, mit roter Mitte, mit äußerem rötlichen Mittelstreifen; Staubfäden: die oben gelb, die unten rot; Griffel unten rot, gerillt, oben gelb; 13 purpurne Narbenstrahlen.

Frucht: dunkelrot, eiförmig, wollig behaart. Samen: schwarz,1 mm groß.

Vorkommen: Uruguay, in der Umgebung von Maldonado, auf sandigen, grasbewachsenen Anhöhen.

Typstandort: Punta de la Ballena, Uruguay.

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
"Der Körper ist kugelförmig und weicher wie bei Notocactus. Die Rippen sind sehr zahlreich, wenige Millimeter hoch und kaum eingekerbt. Die Höcker sind rund und Mamillen ähnlich. Die Dornen sind zahlreich, nadelförmig und stechend. Der Mitteldorn ist dunkler und meist stark hakenförmig." (Aus: Ritter 1979)
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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