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Mittwoch, 17 Oktober 2018
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Notocactus mueller-melchersii var. winkleri (van Vliet 1975) N. Gerloff & J. Neduchal 2004

ehrt mit seinem Namen den Kakteenfreund Werner Winkler

Erstbeschreibung:

Dirk van Vliet (1975): Succulenta 54 (7): 136 - 139.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:Notocactus mueller-melchersii var winkleri

Körper: Weiße Säulen, bis 11 cm Ø, bis 24 cm hoch, grün; Scheitel eingesenkt, bedeckt mit weißer Wolle und überragt von lilabraunen Dornen der neuen Areolen; Faserwurzeln; Rippen 20, dreieckig, oben abgerundet, an der Basis 8 mm breit, getrennt durch 3 mm tiefe Furchen.

Areolen: etwas in die Rippen eingesenkt, rund, 3 mm Ø, 4 mm auseinander, mit weißer Wolle bekleidet, später kahl; Mitteldorn 1, bis 3 cm lang, nadelförmig, aufrecht abstehend, hellbraun mit lilabrauner Spitze, später verbleichend; Randdornen etwa 12, bis 8 mm lang, spreizend, im oberen Teil der Pflanze hellorange bis gelbbraun, später ausbleichend.

Blüten: schmal glockenförmig, bis 4,5 cm lang und Ø, rund, um den Scheitel; Petalen lanzettförmig, Innenseite glänzend zitronengelb, Außenseite ebenso, mit hellrosa Mittelstreifen an der Spitze; Blütenröhre schmal, glockenförmig, Innenseite hellgelb, bekleidet mit 3 mm breiten Kranz von Staubblättern rings um den Griffel, Außenseite besetzt mit rötlichgrünen Schuppen, braunen Borsten und hellbrauner bis weißer Wolle; Staubfäden und Staubbeutel gelb; Griffel hellgelb; Narben 9, purpurrot.

Früchte: beerenartig, etwas auswachsend zu 10 mm Länge, bräunlich grün, bei der Reife vertrocknend, an der Basis öffnend, Inhalt etwa 30 Samen.

Samen: helmförmig, 1,1 mm und ebenso breit.

 

Typstandort: Tacuarembo, Uruguay. DV 33

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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