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Dienstag, 18 Dezember 2018
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Wigginsia erinacea var. erinacea (Haworth 1819) D. M. Porter 1964

erinaceus bedeutet pfriemstachlig, igelartig

Erstbeschreibung:

Haworth, A. H. (1819) Cactus erinaceus - Supplementarum Plantarum Succulentarum , London S.74.

Literatur:

Krainz, H. (1966): KuaS 17 ( 10 ) :195.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: kräftig grün, der größte Teil oberirdisch, kugelförmig, im Alter kurzsäulig, bis 20 cm hoch und im Ø, oben wenig abgeflacht, vom Pseudocephalium stärker überragt, Rippen: 15 (im Alter bis 23), oft schief endend, schmal, stumpf, meistens faltig, mit zunehmendem Alter quer gebuchtet, Höcker zusammen gedrückt, um die Areolen in Form von Warzen verdickt.
Areolen: im Neutrieb von bis zu 2 cm langer schmutziger weißer Wolle bedeckt, die sich erst im Alter verliert, 10 mm voneinander entfernt, Hula Negra Bagé
Dornen:
Mitteldornen:1, gerade, etwas nach oben gerichtet, im Scheitel rosa-bräunlich, bald grau mit brauner Spitze, 14 mm lang, Randdornen: 8, 3 kleinere oben, fein, wie Borsten, nach oben zeigend wie der Mitteldorn, 8 mm lang, die 5 übrigen stark, 10-14 mm lang, von ihnen zeigen zwei Paare zur Seite und der letzte, mittlere, etwas kleinere, nach unten, ist aber weder gebogen, noch liegt er am Körper an.
Blüte: bis über 4 cm lang und 6 cm breit, innere Blütenblätter strohgelb, seiden glänzend, sehr zahlreich, spatelförmig, stumpf, an der Spitze gezähnt, äußere Blütenblätter herzförmig, an den Rändern rötlich, mit dunklen gebogenen Spitzen, meist zurück gebogen und nach unten zeigend und manchmal mit einigen wolligen, dunklen Haaren, der Blütenboden ist leuchtend rot, die Staubfäden sind kräftig gelb mit weißlich gelben Staubbeuteln, Griffel rosa, die etwa 10 Narbenstrahlen sind blutrot und überragen die Staubfäden, der Fruchtknoten ist eingehüllt von dichter braun grauer, nach oben dunkler werdender Wolle und bedeckt mit schmalen, ziemlich spitzen, grünlichen Schuppen, die dunkler an der Spitze sind mit jeweils einer braunen Borste, die zahlreiche wolligen Haare sind tiefbraun bis fast schwarz, die Blüten öffnen sich am späten Vormittag und schließen sich am frühen Nachmittag, sie sind selbstfertil. Früchte: erscheinen etwa 4 Monate nach der Befruchtung innerhalb eines Tages aus der Scheitelwolle, grünlich, später in rosa übergehend und zerfallend, 5-7 mm dick, 2-3 cm lang, enthalten ca.70-150 Samen.
Samen: hellbraun, mit festhaftender Kutikula, die äußeren Testazellen sind länglich und erhaben.

Typstandort: auf Blockhalden, zwischen den nackten Felsen. Weit verbreitet im gesamten Süden Uruguays, vornehmlich bei Punta Ballena, Piriapolis.

 

Für die Zurfügungstellung der beiden Standortaufnahmen aus Hulha Negra (Bagé) möchte ich mich bei N. Gerloff bedanken. 

Notocactus erinacea Hula Negra BagéFoto Henßen

 

 

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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