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Dienstag, 18 Dezember 2018
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Wigginsia prestlei sine comb. N. Gerloff 2017

benannt nach dem Kakteensammler Karl-Heinz Prestlé 

Erstbeschreibung:

Gerloff, Norbert (1995): Notocactus neohorstii var. prestlei Gerloff var. nova - INTERNOTO 16 ( 1 ) 3-17.

Beschreibung:

Körper: zumeist einzeln, flach, chromoxidgrün, an der Basis verkorkt, Scheitel: eben mit leichter Grube, ganz mit Wolle gefüllt, Wuchsform: jung gedrückt kugelig, halb so hoch wie breit, dann kugelig bis gestreckt, 5-12 cm dick, bis 23 cm hoch, Faserwurzeln,

Rippen : 19-25, meist 21, scharfe, beilförmige Kanten zwischen den Areolen bildend, 9-13 mm breit, 5-12 mm tief.Foto NGerloff

Areolen:1-2 mm vertieft, rundlich weißwollig, mit 2-3 mm hoher Wolle, 10 mm voneinander entfernt, an der Basis auf 5 mm annähernd, Blühareolen 7 mm breit und 5 mm hoch, weiße Wollkappe bildend, bis 7 cm Ø, aus der einige Dornen hervorragen,

Dornen: dicker, grauer und kräftiger als bei der Art, Mitteldornen 1-3, meist 1, weißlich grau, oben dunkel bespitzt, nicht kräftiger als die Randdornen, 1 cm lang, manchmal 1,8 cm, im Scheitel abstehend, später schräg nach unten zeigend, bei dreien sind die oberen zwei sehr klein ( 4 mm lang ), 3-9 Randdornen, meist 5, ebenso lang und kräftig wie die Mitteldornen, der längste weist nach unten, je 2 oder 3 zu den Seiten, gefärbt wie Mitteldornen, anliegend, die seitlichen bis zur Nachbarrippe reichend.

Blüten: scheitelnah, in mehreren Schüben, im Hochsommer, wenn die Typpflanzen fast verblüht sind, 22-25 mm lang, 22-32 mm breit, 2-4 Tage offen, intensiv bis aufgehellt schwefelgelb, Fruchtknoten: weißlich, 2,5 mm breit und nur 3 mm hoch, in weiße Wolle gehüllt, ohne Borsten, Staubblätter : oben hellgelb unten rot, bis 6 mm lang, inseriert bis unter den Rand der Röhre, den Fuß der Narbe erreichend, Röhre: 10-12 mm lang, 12-14 mm breit, breit trichterförmig, innen die untere Hälfte rot, oben gelb, außen hellgelb, bekleidet mit kleinen grünlichen, spitzen und sehr schmalen Schuppen, aus deren Achseln weiße Wolle entspringt, ohne Borsten, Nektarrinne: so breit wie tief, um 1 mm , wenig Nektar, Übergangsperianthblätter: 1-1,5 mm breit und sehr schmal, außen grünlich, Kronblätter: schmal lanzettlich, 13-15 mm lang, max.2,5 mm breit nahe der Spitze, auch rundlich oder gekerbt endend, verschieden intensiv zitronengelb, Griffel: blassgelb, 15-17 mm lang, Narbenäste: 7-9, 1 mm lang, eng anliegend, schwarz-karminrot.

Frucht: 6 Monate nach der Blüte, schmutziggraue bis rötliche Beere, 5-7 mm lang, 3 mm breit, enthält 17-30 Samen,

Samen: mützenförmig, mattschwarz, 0,8 mm breit und lang, HMB schief und gewölbt, Testazellen hexagonal, mit Faltungsmuster über dem Kamm der erhabenen Zelle, von denen zur Seite Querfalten gehen, die Bandstruktur in den Furchen zwischen den Testazellen fehlt, die Varietät ist selbststeril.

Heimat und Typstandort: zwischen Kieseln auf einer Steinplatte, im Arroio del Velhaco, zwischen Bage und Torinhas, Rio Grande do Sul, Brasilien.

horstii var prestlei

Standortfoto vom Arroyo Velhaco am Corridor Collares

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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