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Mittwoch, 12 Dezember 2018
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Notocactus scopa (SPRENGEL 1825) emend. N. Gerloff & J. Neduchal 2003

scopa bedeutet der Besen und bezieht sich auf die harten Dornen

Erstbeschreibung:

Sprengel(1825): Cactus scopa - Syst.Veget. II : 494.

Literatur:

Berger, Alvin (1929): Notocactus scopa – Kakteen: 208.
Gerloff & Neduchal: Die Pflanzen um Notocactus scopa, INTERNOTO 3/4, 2003.

Beschreibung:Notocactus scopa

Körper: Starke Säulen, solitär, selten sprossend bei einigen Formen, bei anderen reichlich an der Basis sprossend, zunächst kugelig, später säulenförmig, 8-11 cm breit, 30-50 cm hoch, im Alter oft pfeifenförmig, Epidermis blaugrün, bedeckt mit vielen Dornen, im Alter an der Basis verkorkend, Scheitel eingesenkt, mit weißem Wollfilz bekleidet.
Rippen: 19-35 niedrige, nur 3 mm hohe fast gerade oder leicht spiralig laufende, stumpf, schwach gehöckert, , 4-9 mm breit, 4-5 mm tief,

Areolen: sitzen auf dem oberen Teil der Rippenkuppe, rundlich, weißwollig etwas eingesenkt, 5-8 mm voneinander entfernt (es gibt auch Pflanzen, wo sie sich fast berühren), nach ein paar Jahren kahl werdend.
Dornen: Randdornen 30-40, dünn, nadelförmig, weißlich glasig, strahlend, abstehend, 4-6 mm lang, verflochten; Mitteldornen 3-4 (aber auch mehr, diese dann schwer von den Randdornen zu trennen), kräftiger, rundlich, gerade, pfriemlich, gelb, rötlich, braun bis schwarzbraun, 10-15 mm lang, extreme auch länger, Knospen: im Kranz um den Scheitel erscheinend, dunkelbraun bis schwarz.
Fruchtknoten mit brauner Wolle umhüllt aus der stechende Borsten herausragen, Bracteolen verhüllt durch Wolle, sie tragen 2-3 Borsten von 5-10 mm Länge.

Blüten: 30-40 mm lang, 45-60 mm breit, aus dunkelbraun bewollten und spitzschuppig bekleideten Knospen, trichterförmig, Blütenblätter um 18-26 mm lang, 5 mm breit, lanzettförmig, oft rundlich bis herzförmig endend, auch unregelmäßig auslaufend, kanarien- bis schwefelgelb, glänzend, transparent, leicht kegelförmig, 3-4 mm hoch und oben 5 mm breit, bekleidet mit grünlichen Schuppen, aus deren Achseln braune Wolle und rotbraune bis schwarzbraune Borsten wachsen, Röhre trichterförmig, 12-14 mm lang, oben 10 -13 mm Ø, ebenfalls beschuppt, wie der Fruchtknoten , Wolle hellbraun bis braun, Borsten braun, Staubblätter 7-12 mm lang, bis 2 mm unter dem Saum inseriert, reizempfindlich, gelblichweiß, Staubbeutel hellgelb, Nektarrinne meist vorhanden, Griffel 15-20 mm lang, karminrot, mit 9-12 Narbenäste, diese 2-3 mm lang.

Frucht: fassförmig, etwas auswachsend auf max.5 mm Breite und 9 mm Länge, bei der Reife vertrocknend, etwas glänzend, mit beigem bis braunem Wollfilz und Borsten bekleidet, lange fleischig und weich bleibend, im unteren Bereich horizontal unregelmäßig aufplatzend.

Samen: helmförmig, bräunlich bis dunkelbraun, glänzend, um 0,7 mm breit und lang Testa schwarz, Warzen rundlich gewölbt, Testazellen grubig punktiert, Micropyle als kräftigen Zapfen ausgebildet, Umbiculus als kleiner orgewölbter Zapfen, Strophiola creme- bis rostfarben.

Typstandort: auf steinigen Böden, oft auch in Felswänden hängend. Südbrasilien, ganz Uruguay.
Lectotyp: FS 390.

Bemerkung: Folgende Namen finden keine Berücksichtigung:
N. islaensis n.n. PR 630, N. scopa var. applanatus n.n. PR 300, N. scopa var. aureispinus n.n., FS 100 -> scopa fa. daenikerianus, N. scopa fa. caputproliferans n.n., FS 333; Gf 36; AN 205; RWB 34; WRA 343, N. scopa fa. erythrinus -> scopa fa. cobrensis, N. scopa fa. intermedia n.n. PR 229, N. scopa var. longispinus n.n., FS 191 -> rudibuenekeri, N. scopa var. major n.n., KRZ 457 -> floricomus var. spinosissimus, N. scopa var. muriellii n.n., DV 73/e; PR 718; WRA 304; LW 22, N. scopa var. ruberrimus n.n., PR 80, N. succineus var. albispinus n.n., N. succineus var. aureispinus n.n., N. succineus var. sulphureus n.n.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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