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Dienstag, 18 Dezember 2018
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Notocactus linkii (Lehm.) Berger ex Backeberg var. albispinus Abraham 1990

BAutor: Wolf-Rainer Abrahamedeutung des Namens: albispinus: weiß bedornt

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf-Rainer: Succulenta 69(5):117 (1990) 

Beschreibung:

Körper: Pflanzen erst im Alter aus den ältesten Areolen sprossend, 50 mm hoch und 65 mm dick. Epidermis im Neutrieb und in den Furchen grün mit bläulichem Schimmer, nach der Basis heller werdend. Scheitel von den Dornen der jungen Areolen verdeckt, Rippen: 13 (-15), bogenförmig, gerade verlaufend, etwa 5 mm hoch und 12 mm breit. Areolen im Neutrieb mit etwas weißem Filz, bald verkahlend, rund, 3 mm im Ø, 7-10 mm von einander entfernt.

Dornen: Etwa 7-9 weiße, im Neutrieb graubraun gespitzt, etwas zum Körper gebogene Randdornen, bis 12 mm lang, zur Seite strahlend und sich mit denen der benachbarten Areolen überkreuzend, und 3 hellbraune Mitteldornen, die beiden nach oben weisenden etwa 3-8 mm lang, ein 10-12 mm langer, senkrecht abstehender, stechender, rotbraun gefärbter, zentraler Mitteldorn, der ab etwa der Körpermitte leicht nach unten weist. Alle Dornen im Alter vergrauend. Blüten: um 30 mm lang, 35-45 mm breit, Fruchtknoten eingehüllt in wenig graubrauner Wolle; Schuppen 0,5 mm breit und etwa 1 mm lang, je 3-4 hellbraune, 8-10 lange, biegsame Borsten tragend; Samenhöhle oval, 4 mm lang und 3 mm breit; Blütenröhre über dem Fruchtknoten becherförmig erweitert, 8 mm lang und oben 12 mm breit, wie der Fruchtknoten in graubrauner Wolle eingehüllt und mit hellgrünen, 2-3 mm breiten und etwa eben so langen braun gespitzten Schuppen und langen, braunen Borsten besetzt; Nektarrinne etwa 0,5 mm tief; Blütenblätter kräftig gelb, lanzettförmig, 6 mm breit, 15-20 mm lang, stumpf, äußere mit grünlichem Mittelstreifen; Staubblätter bis zum Saum inseriert, die primären 7 mm lang, umstehen den Griffel und umschließen eine schwach ausgeprägte Nektarrinne, die sekundären sind 8 mm lang und stehen nahe der Wand der Blütenröhre, sowohl primäre als auch sekundäre Staubblätter sind berührungsunempfindlich; Staubfäden schwefelgelb bis gelb. Staubbeutel 0,5 mm breit, 1 mm lang, kräftig gelb; Stempel 18 mm lang, Griffel etwa 16 mm lang und 1 mm dick, gerillt, hellgelb; 7-9 hellrote Narbenäste, etwa 3 mm lang, stark spreizend. Die Blüten sind selbstferil.

Frucht: 10-13 mm lang und 6-8 mm breit, tonnenförmig, hellgrün mit hellbrauner Wolle und braunen stechenden Borsten besetzt. Die Frucht platzt bei Reife mit einem, selten mehreren vertikalen Riß auf und enthält etwa 70-100 Samen.

Samen 0,9 mm lang, etwa 0,7 mm breit, kurz glockenförmig; Samenschale schwarz, matt glänzend, Testahöcker groß; Nabel kleiner, deutlich vorgewölbter Zapfen; Pförtchen als großer Zapfen ausgebildet; Karunkula creme-rostfarbig. Keimblätter deutlich erkennbar.

Standort: Gemeinde Itaqui, Rio Grande do Sul, Brasilien, in einer Höhe von 200 m über dem Meeresspiegel. Die Pflanzen wachsen im Schatten von kleinen Büschen auf felsigen Stellen. Das Substrat hat dort einen ph-Wert von 5,8. Am Standort kommen aus der Familie der Cactaceae nur noch eine weitere Notocactus species vor. Holotypus hinterlegt unter der Nummer WRA 281 im Succulentarium der Universität Köln zusammen mit der Angabe des exakten Standorts.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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