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Dienstag, 18 Dezember 2018
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Notocactus ottonis var. minusculus (Hofacker & Herm 1996) N. Gerloff & J. Neduchal 2

minusculus meint: ziemlich klein

Erstbeschreibung:

Andreas Hofacker & Konrad Herm: INTERNOTO 17 (3) 1996: 75 - 79

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: flachkugelig bis rundlich, nur selten sprossend, bis 45 mm im Ø und 30 mm hoch; Epidermis dunkelgrün bis olivgrün; Scheitel eingesenkt, unbewollt, selten sprossend.Foto Henßen

Rippen: bis 10, am Grunde 10 mm breit, 7 mm tief, leicht gedreht, rundlich und  scharf getrennt, gehöckert, Kanten gerundet; Areolen 3 mm Ø, schmutzig weißlich bis gräulich, rund bis oval, zunächst mit schmutziger Wolle, dann verkahlend, eingesenkt, bis 10 mm von einander entfernt.

Dornen: dunkelrot bis schwarzbraun, gebogen, flexibel, ± anliegend, meist 1 Mitteldorn, nach unten weisend, bis 18 mm lang und an der Basis 0,4 mm breit, 8 - 12 Randdornen, meist 2 - 4 stärkere, seitlich strahlend, oftmals mit bis zu 10 feinen nach oben gerichteten Borsten, bis 10 mm lang und an der basis bis 3 mm breit.

Blüte: 40 mm lang und 45 mm breit; Perianthsegmente lanzettlich, bis 5 mm breit, hellgelb mit dunklerem grünlichgelbem Mittelstreifen, rötlich gespitzt, äußere Petalen oftmals mit rötlichem Mittelstreifen; Rezeptaculum trichterförmig, 20 mm lang, außen mit hellbrauner Wolle, nach unten grünlich werdend, mit rötlich braunen Borsten; Ovarium 6 mm lang und 6 mm breit, grünlich; Ovarhöhle fassförmig, 2 mm lang und 3 mm breit; Nektarium keines; Filamente oben hellgelb, in der Mitte goldgelb, am Blütenboden pink, bis 10 mm lang, über die gesamte Röhre inseriert; Antheren hellgelb; Griffel 22 mm lang, geriffelt, hellgelb; Narbenlappen ca. 12, weinrot, 3 mm lang, die Staubfäden überragend, nach oben gerichtet.

Frucht: grünlich mit Areolen, welche bis zu 7 Borsten tragen, 8 mm breit und 10 mm lang, fassförmig bis rundlich, längs aufreißend.

Samen: schwarzbraun, 0,8 - 1,1 mm lang und 0,7 - 1 mm breit, glockenförmig; HMB groß und ± oval, HM-Saum nicht vorgewölbt, Hilum meist kegelförmig erhaben; Testazellen ± hexagonal-isodiametrisch, mit konvexer Periklinalwand und geraden, leicht eingesenkten Antiklinalgrenzen, 40 - 80 µm Ø; Curticula leicht angerauht, ohne Faltungsmuster.

Typstandort: auf grasigen Flächen, in Quarz- Sandstein-Geröll mit relativ geringem Humusanteil, westlich von Santana da Boa Vista, Rio Grande do Sul, Brasilien. AH 72.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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