NotoBlog (Übersicht)

 

Probleme mit Notocactus buiningii

Bei mir in der Sammlung haben sich immer wieder Pflanzen von Notocactus buininggii verabschiedet, vor allem im zeitigen Frühjahr. Nach dem Austopfen war immer Wurzelverlust zu erkennen. Wolf-Rainer Abraham sagte in einem Gespräch, dass wir diese Pflanzen viel zu lange trocken halten. Das würden sie nicht vertragen.

Nun haben wir ja dieses Jahr einen bis lang milden Winter und so habe ich es an einem schönen Endjanuartag gewagt meinen letzten Notocactus buiningii vorsichtig mit etwas Wasser zu versorgen. Wie am Bild aus den letzten Tagen deutlich zu sehen, geht es ihm prächtig und er hat sogar 6 Knospen angesetzt.

Mir stellt sich jetzt die Frage, ob das Zufall ist oder Wirklich Folge des Gießens ist?

Ich konnte auf jeden Fall beobachten, als ich 2005 im dortigen zeitigen Frühjahr Rio Grande do Sul besuchte, viele Pflanzen in nassen Wiesen zum Teil Zentimeter hoch in Pfützen standen. Auch waren die Nachttemperaturen recht frisch. 

Es kommt wohl auf die Überwinterungsmöglichkeit bei jedem von uns an, ob wir das frühe Gießen von Notocactus buiningii und auch anderen Arten der Gruppe um Neonotocactus versuchen sollten. Bei mir stehen sie in einem durch die Warmwasserheizung versorgten Gewächshaus, das die Temperatur nicht auf unter 5°C absinken lässt.

Wer hat diesbezüglich Erfahrungen gemacht? Über eine Rückmeldung als Blockbeitrag oder e-Mail (s. Impressum)
direkt an mich, würde ich mich freuen.

b2ap3_thumbnail_buiningii-mit-Knospenansatz-kl.jpg

 

Kommentare 8

 
Theunissen, Sjef am Freitag, 21. Februar 2014 13:58

Meine Bekanntschaft mit Dirk van Vliet ist bald 40 Jahre alt. Schon in der Anfangszeit, als er noch in den Niederlanden wohnte, hat er mir erzählt dass er seine Notokakteen zu giessen began als die Temperatur in seinem Gewächshaus im Februar das erste Mal auf 20 Grad angestiegen war. Natürlich erst vorsichtig, später immer mehr.
Als er schon mehrere Jahren in Brasilien wohnte hat er mir gesagt dass wir in Europa die Notokakteen durchaus zu trocken halten. Wer schon mal im dortigen Winter in Brasilien gewesen ist hat zweifelsohne Notokakteen gefunden die im Wasser standen. Sogar im Süden, wo die Temperatur nachts unter Null senkt. Die Bemerkung von Wolf-Rainer Abraham ist also absolut zutreffend: unsere Notokakteen brauch auch im Winter was zu trinken!

Meine Bekanntschaft mit Dirk van Vliet ist bald 40 Jahre alt. Schon in der Anfangszeit, als er noch in den Niederlanden wohnte, hat er mir erzählt dass er seine Notokakteen zu giessen began als die Temperatur in seinem Gewächshaus im Februar das erste Mal auf 20 Grad angestiegen war. Natürlich erst vorsichtig, später immer mehr. Als er schon mehrere Jahren in Brasilien wohnte hat er mir gesagt dass wir in Europa die Notokakteen durchaus zu trocken halten. Wer schon mal im dortigen Winter in Brasilien gewesen ist hat zweifelsohne Notokakteen gefunden die im Wasser standen. Sogar im Süden, wo die Temperatur nachts unter Null senkt. Die Bemerkung von Wolf-Rainer Abraham ist also absolut zutreffend: unsere Notokakteen brauch auch im Winter was zu trinken!
Prauser, Wolfgang am Freitag, 21. Februar 2014 14:50

In den ersten Jahren der Notokakteenpflege habe ich meine Pflanzen im Winter völlig trocken gehalten = gar nicht gegossen! Nur die Sämlinge erhielten durchgängig Wasser - bis ich irgendwann mal einen Neonotocactus aus Platzgründen mit in eine Sämlingsschale gestellt hatte und dieser dadurch ebenfalls im Winter feucht gehalten wurde: Dieser Neonoto sah im Frühjahr schön gesund aus und setzte kräftig Knospen an, während die trocken gehaltenen Pflanzern schrumpelig aussahen und die Blüte verweigerten! Erst nach einige Wochen hatten sich diese Pflanzen wieder erholt, aber zu einer Blüte kam es nicht mehr.
Meine These: Wenn man die Notos im Winter zu trocken hält, sterben die Wurzeln ab. Dies bremst im Frühjahr Wachstum und Blütenbildung, bis ausreichend neue Wurzeln gebildet wurden. Dies führt insbesondere bei den normalerweise früh blühenden Notos (wie z.B. Setacei) zu Problemen, weil die Pflanzenversorgung während der Zeit des Knospenansatzes noch nicht wieder optimal ist.
Ich gieße meine Pflanzen seitdem auch im Winter etwas (ca. alle 4 Wochen), damit die nicht austrocknen und freue mich seither über üppige Wurzelbildung und reichhaltige Blüte. Zu nass sollte man die Pflanzen natürlich nicht werden lassen, weil der Tod durch Fäulnis leider sehr schnell geht...

In den ersten Jahren der Notokakteenpflege habe ich meine Pflanzen im Winter völlig trocken gehalten = gar nicht gegossen! Nur die Sämlinge erhielten durchgängig Wasser - bis ich irgendwann mal einen Neonotocactus aus Platzgründen mit in eine Sämlingsschale gestellt hatte und dieser dadurch ebenfalls im Winter feucht gehalten wurde: Dieser Neonoto sah im Frühjahr schön gesund aus und setzte kräftig Knospen an, während die trocken gehaltenen Pflanzern schrumpelig aussahen und die Blüte verweigerten! Erst nach einige Wochen hatten sich diese Pflanzen wieder erholt, aber zu einer Blüte kam es nicht mehr. Meine These: Wenn man die Notos im Winter zu trocken hält, sterben die Wurzeln ab. Dies bremst im Frühjahr Wachstum und Blütenbildung, bis ausreichend neue Wurzeln gebildet wurden. Dies führt insbesondere bei den normalerweise früh blühenden Notos (wie z.B. Setacei) zu Problemen, weil die Pflanzenversorgung während der Zeit des Knospenansatzes noch nicht wieder optimal ist. Ich gieße meine Pflanzen seitdem auch im Winter etwas (ca. alle 4 Wochen), damit die nicht austrocknen und freue mich seither über üppige Wurzelbildung und reichhaltige Blüte. Zu nass sollte man die Pflanzen natürlich nicht werden lassen, weil der Tod durch Fäulnis leider sehr schnell geht...
Müller, Hubert am Montag, 10. März 2014 10:48

N. buiningii ist wohl einer der schönsten, aber auch einer der eigenwilligsten Vertreter dieser Gattung. Ich habe schon etliche schöne Pflanzen nach langen Wintern aufgeben müssen, denn bisher hatte ich alle meine Pflanzen ausschließlich im Keller überwintert. Seit ich bei Internoto genauer hinschaue, wie es meinen Notos geht, stehen meine zwei N. buiningii im Südfesnster des Arbeitszimmers. Die Bilder zeigen beide Pflanzen. Die große, heller und relativ kurz bedornte Pflanze stammt aus dem Jahr 1989; sie hat einen Durchmesser von 12 cm. Die kleinere der beiden, dunkeldornig und 7 cm im Durchmesser, erwarb ich im vergangenen Jahr bei Kakteen-Haage. Die Substratoberfläche übersprühe ich an warmen Tagen. Ich hoffe, dass die gelegentliche milde Oberflächenfeuchtigkeit diesen herrlichen Notos hilft, über die graue Jahreszeit zu kommen.
Die Tipps von Wolfgang und Horst nehme ich gern in meine Überlegungen auf.

N. buiningii ist wohl einer der schönsten, aber auch einer der eigenwilligsten Vertreter dieser Gattung. Ich habe schon etliche schöne Pflanzen nach langen Wintern aufgeben müssen, denn bisher hatte ich alle meine Pflanzen ausschließlich im Keller überwintert. Seit ich bei Internoto genauer hinschaue, wie es meinen Notos geht, stehen meine zwei N. buiningii im Südfesnster des Arbeitszimmers. Die Bilder zeigen beide Pflanzen. Die große, heller und relativ kurz bedornte Pflanze stammt aus dem Jahr 1989; sie hat einen Durchmesser von 12 cm. Die kleinere der beiden, dunkeldornig und 7 cm im Durchmesser, erwarb ich im vergangenen Jahr bei Kakteen-Haage. Die Substratoberfläche übersprühe ich an warmen Tagen. Ich hoffe, dass die gelegentliche milde Oberflächenfeuchtigkeit diesen herrlichen Notos hilft, über die graue Jahreszeit zu kommen. Die Tipps von Wolfgang und Horst nehme ich gern in meine Überlegungen auf.
Müller, Hubert am Montag, 10. März 2014 10:49

Wie bekomme ich die Bilder hierher??

Wie bekomme ich die Bilder hierher??
Gerloff, Norbert am Donnerstag, 13. März 2014 15:16

da ich einen Kommentar nicht mit Bildern versehen kann, schreibe ich jetzt einen Beitrag zum Thema "Notocactus buiningii in der Natur"

da ich einen Kommentar nicht mit Bildern versehen kann, schreibe ich jetzt einen Beitrag zum Thema "Notocactus buiningii in der Natur"
Gerloff, Norbert am Donnerstag, 13. März 2014 16:28

Es hat nicht geklappt, Bilder bei notocactus.eu hochzuladen. Jetzt schreibe ich für unsere Zeitschrift einen Beitrag, der die hier aufgelisteten hinweise verbindet mit den Erfahrungen der Farmer in der Heimat von N. buiningii. Fazit: die letzten beiden Jahre haben in der Heimat des Kaktus extreme Trockenzeiten bei großer Hitze und ebenso extrem feuchte Perioden gebracht. Etwa 90 Prozent der großen Pflanzen dieser Art haben das nicht überlebt - wie auch der in Gemeinschaft wachsende N. mueller-moelleri. Selbst die Kulturpflanzen brachten weniger Erträge. Leider wird dadurch die Neigung der Farmer verstärkt, das Land zu vermieten für den Anbau von Eukalyptus und Soja.

Es hat nicht geklappt, Bilder bei notocactus.eu hochzuladen. Jetzt schreibe ich für unsere Zeitschrift einen Beitrag, der die hier aufgelisteten hinweise verbindet mit den Erfahrungen der Farmer in der Heimat von N. buiningii. Fazit: die letzten beiden Jahre haben in der Heimat des Kaktus extreme Trockenzeiten bei großer Hitze und ebenso extrem feuchte Perioden gebracht. Etwa 90 Prozent der großen Pflanzen dieser Art haben das nicht überlebt - wie auch der in Gemeinschaft wachsende N. mueller-moelleri. Selbst die Kulturpflanzen brachten weniger Erträge. Leider wird dadurch die Neigung der Farmer verstärkt, das Land zu vermieten für den Anbau von Eukalyptus und Soja.
Gerloff, Norbert am Montag, 17. März 2014 19:10

Um deutlich zu machen, dass N. buiningii auch in der Natur zu den heiklen Pflanzen gehört, habe ich einige Bilder mit Informationen bei Facebook gepostet. Unter meinem Profil kann man sie ansehen. Wer die Finger lässt von den Links "Gefällt mir" oder "Freunde suchen" ist dort sicher.

Um deutlich zu machen, dass N. buiningii auch in der Natur zu den heiklen Pflanzen gehört, habe ich einige Bilder mit Informationen bei Facebook gepostet. Unter meinem Profil kann man sie ansehen. Wer die Finger lässt von den Links "Gefällt mir" oder "Freunde suchen" ist dort sicher.
Gerloff, Norbert am Montag, 14. April 2014 19:09

während der Süddeutschen Kakteentage in Korb am letzten Wochenende habe ich mit Herrn Plapp gesprochen, der seit zwanzig Jahen eine Sippe von N. buiningii kultiviert, die recht viele Rippen hat und zur Cristatbildung neigt. Er kann aus der Kultur dieser Pflanzen nicht bestätigenm, dass N. buiningii mehr probleme als andere macht.

während der Süddeutschen Kakteentage in Korb am letzten Wochenende habe ich mit Herrn Plapp gesprochen, der seit zwanzig Jahen eine Sippe von N. buiningii kultiviert, die recht viele Rippen hat und zur Cristatbildung neigt. Er kann aus der Kultur dieser Pflanzen nicht bestätigenm, dass N. buiningii mehr probleme als andere macht.
Powered by EasyBlog for Joomla!

 Anmeldung