Notocactus rechensis in Kultur

Notocactus rechensis wächst im nördlichen Teil von Rio Grande do Sul, wo ein anderes Klima herrscht, rauher, wie im Süden, wo die meisten Notokakteen herkommen. Vielleicht hat das was damit zu tun, dass ich seit Jahren Schwierigkeiten mit der Kultur dieser Pflanzen habe. Zum Glück kindeln sie fleißig, so ist mir die Art nie völlig eingegangen, aber ich habe schon seit jahren keine Pflanze mehr zum Blühen gebracht. Die Aufnahme stammt aus der Zeit kurz nach dem Erwerb der Pflanze.

Wer hat Erfahrungen mit der Kultur dieser Pflanze und kann mir beschreiben, wie man sie erfolgreich kultiviert? 

Januarblüten
Wann Notokakteen blühen
 

Kommentare 3

Kühlke, Thomas am Mittwoch, 25. Januar 2012 11:37

Moin Horst,

ich war immer mal versucht, die Pflanze zu erwerben, bzw. über Kakteenfreunde hier im Norden zu bekommen, allerdings haben die mir immer von diesen "Zicken" abgeraten. Genau, wie Du es beschreibst, sie wollen nicht blühen! Ich werde es mal mit der Aussaat versuchen.

Moin Horst, ich war immer mal versucht, die Pflanze zu erwerben, bzw. über Kakteenfreunde hier im Norden zu bekommen, allerdings haben die mir immer von diesen "Zicken" abgeraten. Genau, wie Du es beschreibst, sie wollen nicht blühen! Ich werde es mal mit der Aussaat versuchen.
Abraham, Wolf-Rainer am Sonntag, 05. Februar 2012 11:05

Hallo Horst,
ja, Brasiliparodien sind schwierig, zumindest bei mir. Hauptfeind ist dabei die rote Spinne, die diese Pflanze offenbar innig liebt. Bei mir ist von den Brasiliparodien allerdings rechensis die am pflegeleichtesten. Sie blüht regelmäßig und ist außerdem selbstfertil. Ich halte sie allerdings auch auf dem Hochbrett, in voller Sonne und im Sommer bei durchaus mal 50°C, im Winter bei 5°C Minimum. Scheint sie zu mögen und ich habe sie am Standort auch auf nacktem Fels in voller Sonne gesehen.. Ausgesät habe ich sie auch schon, Samen keimen allerdings schlecht. Ich pflege die Pflanzen in reiner Lava, eine Pflanze auch in Bims-Lava-Mischung, keine Probleme damit. Ich möchte Dich aber auch daraufhinweisen, dass das MEINE Erfahrungen sind, die bei MEINEN Kulturbedingungen zutreffen und sehr wahrscheinlich nicht 1:1 auf Dich zu übertragbar sind. Kannst es ja vielleicht mal mit einem Sproß versuchen.
Wolf-Rainer

Hallo Horst, ja, Brasiliparodien sind schwierig, zumindest bei mir. Hauptfeind ist dabei die rote Spinne, die diese Pflanze offenbar innig liebt. Bei mir ist von den Brasiliparodien allerdings rechensis die am pflegeleichtesten. Sie blüht regelmäßig und ist außerdem selbstfertil. Ich halte sie allerdings auch auf dem Hochbrett, in voller Sonne und im Sommer bei durchaus mal 50°C, im Winter bei 5°C Minimum. Scheint sie zu mögen und ich habe sie am Standort auch auf nacktem Fels in voller Sonne gesehen.. Ausgesät habe ich sie auch schon, Samen keimen allerdings schlecht. Ich pflege die Pflanzen in reiner Lava, eine Pflanze auch in Bims-Lava-Mischung, keine Probleme damit. Ich möchte Dich aber auch daraufhinweisen, dass das MEINE Erfahrungen sind, die bei MEINEN Kulturbedingungen zutreffen und sehr wahrscheinlich nicht 1:1 auf Dich zu übertragbar sind. Kannst es ja vielleicht mal mit einem Sproß versuchen. Wolf-Rainer
Gerloff, Norbert am Montag, 26. März 2012 08:04

Da mein gemeinsamer Artikel mit Sergio H. Klein in Kaktusy erscheint, will ich den deutschsprachigen Notofreunden ein paar Sätze zu N. rechensis schreiben. Gleich zu Beginn: Natürlich ist das keine Brasiliparodia - sie wurde als Notocactus (Gymnocephalus) beschrieben und ein Satz in der EB wurde dann immer falsch verstanden, dass sie in der Nähe von Brasiliparodia wächst. Selbst das ist falsch, denn die nächste echte BP wächst 60 km entfernt und 200 Höhenmeter höher. Ritter hat dann gleich kombiniert - dabei die Merkmale der echten Bps (rötliches Fleisch,wenn man schneidet, Blütenbau) nicht verglichen und alle anderen haben bei ihm abgeschrieben. So wurde der Notocactus zur Brasiliparodia Am Standort sind inzwischen auch die letzten verborgenen Fundplätze geplündert. Von den 5 Plätzen haben nur noch 3 Plätze einige wenige Pflanzen ( 2, 4 und 3) unter Büschen. Ich habe niemals gesunden N. rechensis in der Vollsonne gesehen, wenn so ein Stand zu sehen war, dann war der Schattenspender eingegangen.
In der Kultur läuft es bei niemandem problemlos. N. rechensis ist selbststeril und viele der Reste in Kultur sind genetisch eine Pflanze. Man hatte sie hauptsächlich durch Sprosse vermehrt. Dieses Material blüht fast nie und setzt keinen Samen an und ist gegen Krankheiten sehr empfindlich. Ich habe auf dem Marktplatz bei Internoto.de nur 2 Notofreunde gefunden, die sich an einem Klontausch beteiligen wollen. Das Ziel ist es Mutterpflanzen zu bekommen, die wieder Samen machen. Ich habe meinen Pflanzen ein schattiges Plätzchen im Gewächshaus gegeben, wo es ihnen eigentlich zu heiß ist. In der Natur erleben sie ganz selten Temperaturen über 20 Grad. leider kann ich in Ludwigsburg keine Pflanzen ins Free stellen, denn sie verbrennen mir bei sehr hohen Ozonwerten. Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

Da mein gemeinsamer Artikel mit Sergio H. Klein in Kaktusy erscheint, will ich den deutschsprachigen Notofreunden ein paar Sätze zu N. rechensis schreiben. Gleich zu Beginn: Natürlich ist das keine Brasiliparodia - sie wurde als Notocactus (Gymnocephalus) beschrieben und ein Satz in der EB wurde dann immer falsch verstanden, dass sie in der Nähe von Brasiliparodia wächst. Selbst das ist falsch, denn die nächste echte BP wächst 60 km entfernt und 200 Höhenmeter höher. Ritter hat dann gleich kombiniert - dabei die Merkmale der echten Bps (rötliches Fleisch,wenn man schneidet, Blütenbau) nicht verglichen und alle anderen haben bei ihm abgeschrieben. So wurde der Notocactus zur Brasiliparodia Am Standort sind inzwischen auch die letzten verborgenen Fundplätze geplündert. Von den 5 Plätzen haben nur noch 3 Plätze einige wenige Pflanzen ( 2, 4 und 3) unter Büschen. Ich habe niemals gesunden N. rechensis in der Vollsonne gesehen, wenn so ein Stand zu sehen war, dann war der Schattenspender eingegangen. In der Kultur läuft es bei niemandem problemlos. N. rechensis ist selbststeril und viele der Reste in Kultur sind genetisch eine Pflanze. Man hatte sie hauptsächlich durch Sprosse vermehrt. Dieses Material blüht fast nie und setzt keinen Samen an und ist gegen Krankheiten sehr empfindlich. Ich habe auf dem Marktplatz bei Internoto.de nur 2 Notofreunde gefunden, die sich an einem Klontausch beteiligen wollen. Das Ziel ist es Mutterpflanzen zu bekommen, die wieder Samen machen. Ich habe meinen Pflanzen ein schattiges Plätzchen im Gewächshaus gegeben, wo es ihnen eigentlich zu heiß ist. In der Natur erleben sie ganz selten Temperaturen über 20 Grad. leider kann ich in Ludwigsburg keine Pflanzen ins Free stellen, denn sie verbrennen mir bei sehr hohen Ozonwerten. Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

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