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Erstellung von Namensschildern


Übersichtliche Informationen auf den PC-beschrifteten Etiketten


Oben der noch zu lange "Rohling" mit überstehenden Rändern der Klebeetiketten, unten nachbearbeitetes fertiges Namensschild


Nach 5-10 Jahren beobachtete Auflösung der Kanten der Klebeetiketten - aber die Schrift ist noch vollständig lesbar!

Der Aprilscherz in der letzten KuaS mit den digitalen Namensschildern u.a. für Kakteen, die über WLAN jeweils mit den aktuellen Namen der Pflanze versorgt werden und so zukünftig jeden Etikettenwechsel überflüssig machen sollen, hat mich animiert, hier im NotoBlog einen kleinen Erfahrungsaustausch über Namensschilder zu starten: Wie stellt Ihr Eure Schilder her? Seid Ihr zufrieden mit der Methode oder sucht Ihr dringend nach anderen Möglichkeiten?

Gleichzeitig möchte ich vorstellen, wie ich meine eigenen Namensschilder mit dem PC beschrifte - auch hierzu hat vielleicht jemand einen noch besseren Tipp!?

"Meine" Methode wurde vor einigen Jahren in der KuaS von einem Kakteenliebhaber erklärt und nach einigen Mailwechseln habe ich sie für mich übernommen: Der eindeutig größte Vorteil dieser Methode ist, dass die Schilder durch die korrekte Schrift des PCs deutlich besser lesbar sind und dadurch einige Informationen mehr aufnehmen können als handschriftlich erstellte (jedenfalls bei mir ;-)

Meine Etiketten enthalten neben den Namen der Pflanzen auch noch die Feldnummer, den Standort (soweit bekannt) und die Quelle, aus der ich die Pflanzen bezogen habe. Insbesondere die Standortangabe finde ich sehr hilfreich, da so bei der Beobachtung im Gewächshaus auch regionale Bezüge berücksichtigt werden können, ohne ständig entsprechende Fachliteratur herbeizuschaffen.

Die Namensschilder bestehen praktisch aus normalen Stecketiketten, auf die bedruckte wetterfeste Etiketten (öl-, schmutz-, wasser- und temperaturbeständig (-20°C bis +80°C), spritzwasser- und reißfest) geklebt werden.

Konkret:

Für fast 1.000 Etiketten muss man so leider erst einmal 50-60 € vorlegen (Zweckform-Etiketten + Stecketiketten), heruntergerechnet entspricht dies einem Preis von 5-6 Cent pro fertiges Namensschild (plus Druckkosten)

Die Klebe-Etiketten können fast mit allen Textverarbeitungsprogrammen über die Seriendruckfunktion erstellt werden, ansonsten bietet Avery-Zweckform auch kostenlose Beschriftungs-Software zum Download an (http://www.avery-zweckform.com/avery/de_de/Vorlagen-und-Software). Der Druck erfolgt über einen schwarz-weiß-Laserdrucker (Farblaserdrucker sollen wegen der vielen Umlenkrollen zu Beschädigungen führen), möglich ist aber natürlich auch ein Ausdruck per Tintenstrahldrucker auf Normalpapier und ein anschließendes Fotokopieren des Ausdruckes auf die Klebeetiketten (z.B. im Copyshop).

Nachdem die fertig bedruckten Bögen mit den Klebe-Etiketten vor einem liegen, beginnt die stumpfsinnige Bastelarbeit: Nach dem fummeligen Bekleben der Stecketiketten mit den bedruckten Klebeetiketten müssen die fertigen Namensschilder noch auf Maß geschnitten werden:

  • Die Klebe-Etiketten sind geringsfügig höher als die Steck-Etiketten breit. Dadurch hat man beim Aufkleben eine gewisse Toleranz, aber jetzt muss der verbleibende Überstand mit einer möglichst scharfen Schere abgeschnitten werden (Cuttermesser soll auch gehen!)
  • Die Steck-Etiketten schneide ich zum Schluss auf die gewünschte Länge von ca. 85mm (längere Etiketten stehen zu weit über 6er-Töpfe heraus, was besonders bei den silbernen Etiketten unschön aussieht). Das Einkürzen sollte an der angespitzen Seite erfolgen, dann muss man nicht so genau arbeiten - dieses Ende kommt sowieso ins Substrat!

Die so erstellten Namensschilder sind bei mir auch nach fast 10 Jahren noch gut lesbar (kein verblassen, kein Auswaschen durch das Gießen!), allerdings zeigen ältere Klebe-Etiketten an den Rändern einen etwas unschönen "Knabberrand", so dass auch bei diesen Etiketten nach etlichen Jahren eine Erneuerung notwendig werden könnte!

Temperatur im Gewächshaus
März Blüten
 

Kommentare 2

Abraham, Wolf-Rainer am Sonntag, 13. Mai 2012 08:37

Hallo Wolfgang,
Ich kenne Deine Schilder und die sind toll. Was mich aber völlig abschreckt, ist der große Aufwand für ihre Erstellung. Ich möchte mal hier als Gegenmeinung mein Verfahren schildern. Ich denke auch, dass der Name der Pflanze, die Feldnummer und die Herkunft der Pflanze mit dem Jahr und Monat des Erhalts auf das Etikett gehören. Bei Pflanzen aus eigenen Aussaaten setze ich noch die Aussaat-Nummer dazu (wir bei mir von Anfang an durchnummeriert). Diese Infos zusammen mit weiteren Daten (Herkunft, Alter, etc. kommen zusätzlich bei mir noch in eine Datenbank, xls-spreadsheet tut's hier auch). Diese Infos schreibe ich per Hand auf das Etikett und zwar mit einem weichen Bleistift, möglichst ein Drückstift, da muss man nicht immer anspitzen. Das habe ich damals von Hugo Schlosser gelernt und er sagte mir, das das lange hält. Stimmt auch für die Bedingungen in meinem Gewächshaus und auch nach 30 Jahren sind diese Schilder lesbar, aber schon etwas verblasst. Ich habe noch immer Schilder (natürlich mit den dazugehörigen Pflanzen) aus der Sammlung von Hugo Schlosser und die sind von 1982. Bei mir ist dann nicht die Schrift, sondern das Etikett das Problem: Es wird nach 15-20 Jahren brüchig und zersplittert dann wie Glas. Also Ersatz nach 1-2 Jahrzehnten ist hier eine gute Vorsorge. Maschinenschrift ist sicher cooler und macht einen einheitlicheren Eindruck, mir fehlt aber einfach die Zeit dazu und die würde ich eigentlich lieber zum Literaturstudium oder der Pflanzendokumentation benutzen. So, nun hast hast Du eine extreme Gegenmeinung, mal sehen, was die anderen so meinen.
Wolf-Rainer

Hallo Wolfgang, Ich kenne Deine Schilder und die sind toll. Was mich aber völlig abschreckt, ist der große Aufwand für ihre Erstellung. Ich möchte mal hier als Gegenmeinung mein Verfahren schildern. Ich denke auch, dass der Name der Pflanze, die Feldnummer und die Herkunft der Pflanze mit dem Jahr und Monat des Erhalts auf das Etikett gehören. Bei Pflanzen aus eigenen Aussaaten setze ich noch die Aussaat-Nummer dazu (wir bei mir von Anfang an durchnummeriert). Diese Infos zusammen mit weiteren Daten (Herkunft, Alter, etc. kommen zusätzlich bei mir noch in eine Datenbank, xls-spreadsheet tut's hier auch). Diese Infos schreibe ich per Hand auf das Etikett und zwar mit einem weichen Bleistift, möglichst ein Drückstift, da muss man nicht immer anspitzen. Das habe ich damals von Hugo Schlosser gelernt und er sagte mir, das das lange hält. Stimmt auch für die Bedingungen in meinem Gewächshaus und auch nach 30 Jahren sind diese Schilder lesbar, aber schon etwas verblasst. Ich habe noch immer Schilder (natürlich mit den dazugehörigen Pflanzen) aus der Sammlung von Hugo Schlosser und die sind von 1982. Bei mir ist dann nicht die Schrift, sondern das Etikett das Problem: Es wird nach 15-20 Jahren brüchig und zersplittert dann wie Glas. Also Ersatz nach 1-2 Jahrzehnten ist hier eine gute Vorsorge. Maschinenschrift ist sicher cooler und macht einen einheitlicheren Eindruck, mir fehlt aber einfach die Zeit dazu und die würde ich eigentlich lieber zum Literaturstudium oder der Pflanzendokumentation benutzen. So, nun hast hast Du eine extreme Gegenmeinung, mal sehen, was die anderen so meinen. Wolf-Rainer
Seidel, Elke am Sonntag, 30. Juni 2013 05:57

Hallo Wolf-Rainer und Wolfgang,

bisher habe ich meine Etiketten mit einem wasserfesten 0,3 mm starken edding 140 S (ohp Marker permanent) beschriftet. Es funktioniert zwar recht gut, aber nachdem ich nun doch hin und wieder zu diversen Spritzmittelchen gegriffen habe, teils auf Ölbasis, teils Spritus-Mix, teils chemische Insektenvertilger, stelle ich fest, dass - vorwiegend auf der sonnenzugewandten Seite - die Schrift schnell verblasst. Und ich gärtnere gerade mal seit 4 Jahren mit Kakteen uaS. Der Schritt zum Bleistift fällt mir nach wie vor schwer, obwohl sehr viele ihn empfehlen. Deine Erfahrunge, Wolf-Rainer, machen mir jedoch Mut, es mit dieser Methode zu probieren.
Zum Härtegrad: Meine Internetrecherchen ergaben, dass der Härtegrad B weiche Stifte mit mehr Graphit bezeichnet. Je höher die Zahl dahinter, umso weicher und schwärzer ist der Bleistift. HB ist quasi "mittendrin" zwischen hart und weich. FRAGE: Welche Stärke empfiehlst Du?
Elke

Hallo Wolf-Rainer und Wolfgang, bisher habe ich meine Etiketten mit einem wasserfesten 0,3 mm starken edding 140 S (ohp Marker permanent) beschriftet. Es funktioniert zwar recht gut, aber nachdem ich nun doch hin und wieder zu diversen Spritzmittelchen gegriffen habe, teils auf Ölbasis, teils Spritus-Mix, teils chemische Insektenvertilger, stelle ich fest, dass - vorwiegend auf der sonnenzugewandten Seite - die Schrift schnell verblasst. Und ich gärtnere gerade mal seit 4 Jahren mit Kakteen uaS. Der Schritt zum Bleistift fällt mir nach wie vor schwer, obwohl sehr viele ihn empfehlen. Deine Erfahrunge, Wolf-Rainer, machen mir jedoch Mut, es mit dieser Methode zu probieren. Zum Härtegrad: Meine Internetrecherchen ergaben, dass der Härtegrad B weiche Stifte mit mehr Graphit bezeichnet. Je höher die Zahl dahinter, umso weicher und schwärzer ist der Bleistift. HB ist quasi "mittendrin" zwischen hart und weich. FRAGE: Welche Stärke empfiehlst Du? Elke

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