Freitag, 16 November 2018
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Zum Tode von Werner Uebelmann

Mit Werner Uebelmann ist am 1. März 2014 einer der Großen der brasilianischen Kakteen gestorben. Seine Zusammenarbeit mit Leopoldo Horst in Brasilien hat Tausende brasilianischer Kakteen nach Europa gebracht und Dutzende neuer Arten in die Kultur eingeführt. Hinzu kommt, dass A. F. H. Buining viele dieser Kakteen beschrieben hat. In diese Zeit fällt auch noch die Aktivität von Friedrich Ritter, der ebenfalls viele neuen Arten entdeckt, längst verschollene Arten wiedergefunden und schließlich u. a. in seinem Werk "Kakteen in Südamerika" beschrieben hat. Wahrscheinlich sind die meisten der so gefundenen Kakteen mit HU-Nummer noch immer in Kultur, aber man muss leider auch sagen, dass einige am Standort  und auch bei uns in Kultur verschwunden sind. Dies gilt sicher für die brasilianischen Kakteen allgemein, aber auch für die Notokakteen. Werner Uebelmann hat sich daher im Alter sehr für die Erforschung und den Erhalt der brasilianischen Kakteen eingesetzt. Diese Unterstützung und auch Förderung erstreckte sich auch auf die Notokakteen und den Verein Internoto. Mit dem Namen Uebelmann werden nicht nur die Gattung Uebelmannia, sondern auch der Notocactus uebelmannianus, der auch nach seiner Umkombination in die Gattung Parodia als Parodia werneri noch den Namen Werner Uebelmanns erhalten hat. Ich bin sicher, dass die Notokakteen-Liebhaber die zahlreichen HU-Pflanzen, die sich noch immer in den Sammlungen befinden, hegen und sorgfältig vermehren werden und damit auch ein Vermächtnis von Werner Uebelmann erfüllen werden.

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Internoto-Heft 1/2014 erschienen!

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In der aktuellen Zeitschrift berichtet Denise Capitaneo dos Santos von einer "Tagesreise in den National Park Serra Geral."

Wolfgang Prauser (den kenne ich :-)) geht "Verwirrungen um die Setacei am Punta Ballena" auf den Grund.

Horst  H. Henßen fragt "Fraileen in meiner Notokakteensammlung?"

Uwe Unger dokumentiert "Die ungewöhnliche Blüte des Notocactus WD 139".

Von Wolf-Rainer Abraham stammt die "Buchbesprechung: Notokakteen - von Acanthocephala bis Wigginsia von Andreas Hofacker"

Im Mitgliederrundbrief finden sich außerdem Geschäfts- und Kassenbericht 2013, ein Programmentwurf für die diesjährige Jahrestagung, sowie die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung.

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Januarblüten

Crailsheim, 28.01.2014

Gestern schien endlich mal wieder die Sonne und ich machte einen Kontrollbesuch im Gewächshaus. Meine Freude war groß, als ich gleich am Eingang auf eine Blüte von Notocactus horstii stieß. Sie wird wohl im Herbst nicht mehr zum Aufblühen gekommen sein und holte das jetzt nach. Während bei den Thelokakteen schon vereinzelt Knospen zu sehen waren, fand ich die Notokakteen sonst noch in der Winterruhe.b2ap3_thumbnail_horstii-Jan14kl.jpg

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Ungewollte Sprossbildung an Notocacteen

Ungewollte Sprossbildung an Notocacteen

Es kann und wird wohl auch immer wieder mal vorkommen, dass Blüten in ihrer Entwicklung steckenbleiben. Sei es durch ungünstige Lichtverhältnisse, zu kühler Witterung und zu trockenem Standort.  Diese Knospen entwickeln sich nicht weiter und fallen später meistens ab. Was ich aber im Frühjahr/Sommer 2013 beobachten konnte, hat mich etwas überrascht. Ende Februar Anfang März begannen viele Notocacteen mit der Bildung von Knospen. Durch den langen Winter, ich wohne in Ostthüringen und wir hatten ihn diesem Jahr bis Mitte April Dauerfrost machte meinen Notokakteen und natürlich auch den anderen Kakteen und Sukkulenten zu schaffen. Es fehlte die wärmende Frühlingssonne um das Wachstum der Pflanzen voran zu bringen. Erst danach wurde es etwas wärmer, aber auch das Frühjahr war ungewöhnlich nass und kalt. Wir hatten hier im Juni noch Tage, an denen teilweise nur 4° C Höchsttemperaturen erreicht wurden und dann kam noch die anhaltende Nässe und der Dauerregen dazu. Ein großer Teil meiner Pflanzen stand da schon wie immer, mit Nässeschutz im Freien. Das sind Bedingungen, wo die Entwicklung von Knospen und Blüten bei Notocacteen ins Stocken kommt. Die Zeit der Blüte verzögerte sich bis in den Juli hinein. Bei einigen Pflanzen vielen die Knospen nicht ab, sondern veränderten sich zu Seitentrieben. Knospen die sich später entwickelten wuchsen wie gewohnt normal weiter und blühten auch auf. An den Fotos kann man sehen, dass diese „Knollen“ an einem Notocactus uebelmannianus oder Notocactus katharinae nicht besonders schön aussehen. Wahrscheinlich haben ungünstige klimatische Veränderungen doch großen Einfluss auf die Entwicklung von Blüten.                                                                               Mich würde schon Interessieren, ob andere INTERNOTO - Mitglieder solche oder ähnliche Beobachtungen an ihren Pflanzen gemacht haben oder wissen, warum sich einige Pflanzen so ungewöhnlich verhalten, Knospen sich nicht weiter entwickeln und dann zu „Seitentrieben“ werden. Ich habe so etwas vor Jahren schon an anderen Kakteengattungen gesehen, aber dem keine große Beachtung geschenkt, es kam zu selten vor.                                                                   

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              b2ap3_thumbnail_DSC_4590_4.jpg                  b2ap3_thumbnail_Notocactus-uebelmannianus-f.-flaviflorus.jpg                                                                            

Vor einigen Jahren bildete sich so ein „Seitentrieb“ schon einmal en einem Notocactus uebelmannianus, aber er ist in den letzten zwei Jahren nicht mehr weitergewachsen.

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Frohes Fest und guten Rutsch in´s neue Jahr!

Liebe Notofreunde,
die Internetseite www.notocactus.eu wünscht allen Besuchern ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen nicht zu turbulenten Jahreswechsel! kk35.gifZwischen den Feiertagen ergibt sich sicher auch die eine oder andere freie Stunde, die für einen Rundgang durchs Gewächshaus oder für kakteenbezogenen Arbeiten genutzt werden kann.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch im nächsten Jahr wieder regelmäßig auf unserer Seite vorbeischauen - und insbesondere auch den neuen NotoBlog möglichst intensiv für interessante Meldungen und Diskussionen nutzen!
Viele Grüße und beste Wünsche für ein blütenreiches Jahr 2014!
Horst H. Henssen & Wolfgang Prauser

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DKG-Sonderheft Notokakteen

b2ap3_thumbnail_dkg_noto.jpgAls eine DKG-Sonderausgabe erschien in diesem Jahr das Büchlein "Notokakteen" von Andreas Hofacker.

Ich habe das Heft mit großer Spannung aufgeschlagen, nachdem ich es sofort nach dessen Ankündigung bestellt hatte.

Mein erster Eindruck: mehr Enttäuschung, als Begeisterung. Nach inzwischen mehrmaligem Durchblättern ist dieser Eindruck - leider - geblieben.

Mich stört vor allem das künstliche Namenskauderwelsch Notocactus/Parodia ("Diese Arbeit beschäftigt sich nur mit der Gattung Notocactus im Sinne von Franz Buxbaum... Der Autor geht aber davon aus, dass die Notokakteen in die Gattung Parodia einzugliedern sind." (S. 7) Tatsächlich werden aber anschließend alle vom Autor anerkannten Arten als Parodien vorgestellt. In der Kurzbeschreibung wird dann auf die Notocactus-Untergattung verwiesen. In den Bildunterschriften wird der Gattungsname Parodia und der Notocactus-Synonymname verwendet. Um nur ein Beispiel zu nennen: S. 66 - Parodia maldonadensis, Wigginsia, N. maldonadensis, N. neoarechavaletae - alles auf einer Seite bei der Darstellung einer Art. Wir Notofreunde wissen vielleicht noch, wie wir das zu bewerten haben. Für Kakteenfreunde, die für diese schönen Kakteen begeistert werden sollen, ist der nomenklatorisch undurchschaubare Text verwirrend und wenig überzeugend.

Die gebotenen Informationen, verglichen mit denen in Internoto, sind hingegen erstaunlich kurz gehalten. Die umfangreichen Standort- und Kulturdaten, die ökologischen und artenschutzbezogenen Angaben hätten informativer und ausgewogener seien können, nein müssen!

Die Literaturliste ist dürftig. Der Hinweis auf internationale Gesellschaften, die sich mit Notos beschäftigen, fehlt ebenso, wie die Diskussion zu arealgeografischen Besonderheiten, ohne ausschweifend werden zu müssen.Wenigstens eine Übersichtskarte der Verbreitung gehört dazu. Den meisten Lesern fehlt sonst die Orientierung; sie waren schließlich nicht selbst vor Ort gewesen.

Kulturhinweise sollten auch differenzierte Vermehrungstipps vermitteln.

Die Bildqualität ist in Ordnung, auch wenn leider einige Abbildungen minderer Qualität (z.B. Nr. 10, 46, 56, 70, 84, 128, 135, 165, 215, 221) darunter sind. Jeder, der Internoto liest - und mit Freude anschaut -, weiß, welch faszinierende fotografische Eindrücke von den Wuchsorten einzufangen sind. Auch wenn die Fotos im Buch überzeugend zeigen, dass die Kulturpflanzen sehenswert und kulturfähig sind, wäre es schön gewesen, diese prächtigen Kakteen das ein oder andere Mal auch an ihren natürlichen Wuchsorten gezeigt zu bekommen. Solche Fotos, wie die des N. haselbergii auf S. 45 und des Eriocactus magnificus auf S. 65 vermisse ich sehr.

Eine Notocactus-Monografie wird so schnell nicht wieder erscheinen. Die Danksagung bezieht sich hauptsächlich auf die Überlassung von Bildern. Ein Team, in dem auch [weitere] [Inter]Noto-Autoren eingebunden gewesen wären, hätte vielleicht ein abgerundeteres Resultat erbracht.

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Sämlinge von Wigginsia gesucht.

Anknüpfend an den sehr schönen Beitrag von Norbert Gerloff zu N./W. gladiatus in Internoto 34(2013)2:42 ff. frage ich an, ob von den FS 540-Samen Sämlinge aufgegangen und möglicherweise sogar abzugeben sind. Ich suche Sämlinge von Wigginsien, vor allem eben von W. gladiata/tetracantha, calvescens (gelbblühende Form) u.a.

Vielleicht könnte über die FS 540-Aussaatergebnisse ein Bericht in der Internoto folgen? Das interessiert bestimmt noch mehr Leser.

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Internoto-Heft 4/2013 erschienen

b2ap3_thumbnail_Internoto_4_2013.jpgVor einigen Tagen wurde die aktuelle Internoto-Zeitschrift 4/2013 versandt, es ist inzwischen die zweite Ausgabe in einem neuen Druckverfahren.

Aus dem Inhalt:

Angela & Frederico
Jaekel:
Cumprimentos da foto do pampa 19 - Die Pflanzen auf der Fazenda Onicio Pedrosa Luiz am Passo do Cacao
Dr. W.-R. Abraham: Kakteenanzucht für Vielaussäer
Gilberto Coster: Neues von Notocactus langsdorfii var. leprosorum (F. Ritter) A. Hofacker - Gibt es ein zweites Habitat in Chuvisca?
Norbert Gerloff: Aus der Fotokiste II: Wie variabel ist Notocactus neobuenekeri F. Ritter?
Horst-H. Henßen: Notocactus scopa A. Berger ex Backeberg 1959 fa. WD 54
Luis Wolman: An der Küste Montevideos im Sommer
Luis Wolman:

Gut geschützte Kammform auf dem Cerro de Montevideo

Der Mitgliederrundbrief enthält außerdem:
- das Inhaltsverzeichnis 2013
- Listen der Notokakteen-Samenaktion mit mehr als 500 Arten, Varietäten, Formen und Feldnummern
- die Ankündigung der nächsten Internoto-Jahrestagung (09.-11.05.2014/97762 Hammelburg-Morlesau)

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Frühbeet für Noto-Kultur?

b2ap3_thumbnail_fruehbeete.jpgDa mein 6qm kleines Gewächshaus trotz Abgabe diverser Pflanzen immer noch/schon wieder an der Grenze seiner Kapazitäten ist und ein größeres Gewächshaus vor allem aus baulichen Gründen keine Perspektive ist, denke ich derzeit über eine Erweiterung durch Frühbeete nach.
Meine Frage an diejenigen, die ihre Sammlung in Frühbeeten kultivieren:

  • In welchen Monaten (von wann bis wann) stehen Eure Notos im Frühbeet - geht das schon ab Februar und/oder bis November/Dezember?
  • Was macht Ihr mit den Pflanzen in den übrigen Monaten?
  • In meiner Sammlung stehen ausschließlich Pflanzen aus dem Bereich der Concinni und Tabulares. Diese blühen bereits recht frühzeitig im Jahr und brauchen entsprechend früh entsprechende Kulturbedingungen. Hat jemand Erfahrungen mit Frühbeetkultur auch für diese Pflanzen?
  • Welche Tipps sollte ich bei der Frühbeetkultur unbedingt beachten?
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Besichtigung Erhaltungssammlung Palmengarten Frankfurt

Hallo Freunde der Notokakteen,

 

ein Mitglied unseres Sukkulentenforums hat bei mir angefragt, ob die Erhaltungssammlung Notocactus im Palmengarten Frankfurt auch besichtigt werden kann/darf oder ob dies nur INTERNOTO vorbehalten ist.

Da ich darüber keine Auskunft erteilen konnte, gebe ich die Anfrage einmal hier im Blog. Wer kann dazu Auskunft geben?

 

Tom

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