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Montag, 10 Dezember 2018
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Wigginsia maldonadensis (Herter) Herter

Erstbeschreibung:

Echinocactus acuatus var. arechavaletai Spegazzini 1905, Spegazzini, Carlos (1905): K. Schumann ex Spegazzini: Cactacearum Platensium Tentamen: 494, Buenos Aires, 1905.

Literatur:

Gerloff, Norbert (1992): Der Formenkreis um N. neoarechavaletai (K. Schumann ex Spegazzini) INTERNOTO 13 (1) S. 3 - 13.
Stuchlik, Stanislav (1993): Notocactus neoarechavaletae (Schumann ex Spegazzini) Havlicek 1989 - ROD NOTOCACTUS S. 95 - 96.

http://www.biologie.uni-ulm.de/cgi-bin/

 

Beschreibung:

Körper: kugelig, bis 10 cm hoch und im Ø, im Alter kurzsäulig, am Scheitel schwach vertieft, reichlich mit weißlicher Wolle bedeckt, glänzend dunkelgrün; Rippen 16 - 21, nicht hoch, stumpf, gehöckert, senkrecht bis schräg verlaufend. Areolen: Abstand ca. 1 cm; Randdornen 5 - 9, gerade, dünn, 10 - 15 mm lang, erst bräunlich mit schwarzer Spitze, später vergrauend; Mitteldorn zentral,Notocactus maldonadensis einzeln, gerade, schwarz, 15 - 20 mm lang, häufig auffallend dicker, nach unten gerichtet.

Blüten: 20 mm lang, ganz geöffnet 30 - 40 mm breit, die inneren Blütenblätter liegen in 2 - 3 Reihen versetzt übereinander, 18 mm lang, max. 3 mm breit im oberen Bereich, spatelig bis spitz endend, schwefelgelb, mit etwas intensiv gefärbten Längsstreifen außen, die äußeren kleiner und kürzer, aber auch lanzettlicher; Fruchtknoten etwas umgekehrt kegelförmig, unten sehr schmal, oben 3 mm Ø und 3 mm hoch, hellbraun bewollt, mit spärlichen braunen Borsten; Samenanlagen weißlich; Röhre trichterförmig, 10 - 12 mm lang, unten 3 mm und oben 10 - 14 mm weit, innen oben gelblich, dann übergehend bis purpurn, außen cremefarben bis gelblich, spitze gleichfarbige Schuppen, mit weißlicher Wolle aus den Achseln und je eine dunkelbraune, sehr dünne Borste, 2 - 4 mm lang, oft auch fehlend; Staubbeutel weißlichgelb, 1 mm lang, bis an den Fuß der Narbe reichend. Staubfäden bis an den Rand der Röhre in der Wand inseriert, 6 - 9 mm lang, oben intensiv orange, unten purpurn.

Griffel 15 - 17 mm lang, gelblich, nur 0,8 - 1 mm Ø; Nektarinne 1 mm breit und hoch; Narbenäste 8(9), bilden eine 2 - 3 mm breite Narbe, wenig gespreizt, hellpurpurn bis intensiv purpurn, Narbenlappen 1,5 mm lang;

Frucht: weißlich, 5 mm breit, 2 cm lang.

Typstandort: Granitfelsen an der Küste Uruguays. Vor wenigen Jahren auch an einer Stelle in Brasilien bei Petras Altas gefunden.
Gf 407

Anmerkung nach W.-R. Abraham: "Parodia maldonadensis ist der richtige Name. Umkombination in Notocactus ist eigentlich nicht möglich, weil Notocactus polyphyletisch ist. Umkombination als Wigginsia Maldonadensis wäre korrekt. ..."

polyphyletisch [von *poly- , griech. phylē = Stamm], bezeichnet ein Taxon (Polyphylum), dessen Angehörige von 2 oder mehr Ursprungsarten abstammen, die nicht für alle Angehörigen des Taxons identisch sind. Die Errichtung polyphyletischer Gruppen basiert auf der Vereinigung von Arten (Art) anhand von Konvergenzen.

polyphyletisch - Lexikon der Biologie - Spektrum der Wissenschaft

www.spektrum.de/lexikon/biologie/polyphyletisch/52980

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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