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Montag, 10 Dezember 2018
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Wigginsia longispina (RITTER 1979)

longispinus bedeutet langdornig

Erstbeschreibung:

Ritter Kakteen in Südamerika , Bd. 1, 198-199, 1979

Literatur:

Gerloff, N. (1993): Die Malacocarpen in Rio Grande do Sul(2) –
Versuch einer Reduzierung der Arten – INTERNOTO 14 (12): 71-80.

Beschreibung:

Körper: hell- bis dunkelgrün, im Alter etwas bläulich, kugelig bis leicht walzenförmig, meist einzeln, bis 22 cm Ø, 30 cm hoch, im Blühalter 5-15 cm Ø, mit flachem weißem Wollscheitel, manchmal reichlich sprossend, dadurch Gruppen bildend. longispina FR 1403a

Rippen: 15-22, 8-15 mm hoch, mit schmalen, etwas stumpfen, an den Areolen verbreiterten Kanten, nur gering gekerbt, öfters fast ungekerbt, Areolen: rund, weißfilzig, 2-5 mm Ø, in den Kerben, 5-15 mm freie Entfernung.

Dornen: feiner oder stärker nadelförmig, zunächst hell- bis dunkelbraun mit schwarzen Enden, rasch vergrauend, gerade, zuweilen sehr dünn, aufwärts gebogen, 6-12 Randdornen von 1-3 cm Länge, meist 2 cm, halb abstehend, die stärksten nach unten, 1-4 etwas stärkere Mitteldornen von gleichem Aussehen, 1 mmØ, der stärkste nach oben abstehend.

Blüte: 50 mm im Ø, Blütenblätter 17 mm lang, 4-5 mm breit, schwefelgelb, kurz gespitzt, umgekehrt lanzettförmig, die äußeren oben stumpf, linearer, Fruchtknoten : weiß, fast walzförmig, 11 mm lang, 4 mm dick, mit verschwindend kleinen bräunlichen Schuppen und gehüllt in lange weiße Wolle, borstenlos, Röhre : trichterförmig, 17 mm lang, oben 8 mm weit, innen nach unten purpurn, nach oben blutrot, nahe dem Saum hellgelb, außen obengelblich und unten rosa, dicht bedeckt mit weißer Wolle, mit schmalen spitzen Schuppen und nach oben einigen braunen Borsten, Staubfäden blassgelb, an der Basis rot, 7 mm lang, Insertion bis zum Saum, Staubbeutel : hellgelb, Griffel : blassgelb, 25 mm lang, 4 mm davon auf die ca. 7, rotbraunen, gespreizten, die Staubbeutel überragenden Narbenlappen kommend, Nektarrinne purpurn, 1,5 mm lang, sehr eng, mit sehr wenig Nektar.

Frucht: 8 mm lang, 5 mm dick, weichfleischig, weißgrünlich bis rot, mit kleinen gelblichen Schuppen und weißer Wolle, ca. drei Monate nach der Befruchtung aus der Scheitelwolle erscheinend.

Samen: 0,8 mm lang und breit, glockenförmig, braunschwarz bis schwarz.

Typstandort: auf flachen Steinplatten um Lavras do Sul, Rio Grande do Sul, Brasilien. HU 6.

Bemerkung: Normalerweise sind die Pflanzen grau bedornt. In der sommerlichen Hitze erscheinen sie fast weiß zu sein, in nassem Zustand wirken sie schwarz bedornt. Eine gelblich bedornte Form von Rincon da Inferno wurde auch als Notocactus infernensis n.n. verbreitet.eben der grauen Form gibtb es eine rotbraune Form mit mehr gelblichen Dornen, die von Rincao da Inferno kommt.

Bild: longispina FR 1403a  N. Gerloff

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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