Translate

Czech Dutch English French Hungarian Portuguese Spanish
Top Panel
Donnerstag, 13 Dezember 2018
A+ R A-

Notocactus elachisanthus (F. A. C. Weber 1904) Backeberg n. comb. 1942

elachisanthus = kleinblütig

Erstbeschreibung:

Weber, F. A. C. ex Roland-Gosselin, M. R.(1904): Echinocactus elachisanthus nov. sp., Bulletin du Musée de l'historie Nationale de Paris, 10: 387–388

Literatur:

Herter, "Cactus", 120. 1954
Kolarik & Lisal: Notocactus (Brasilicactus) elachisanthus (Weber): INTERNOTO 10 (3) 1989, 84-86.

Beschreibung:Notocactus graessneri

Körper: rund, 80 mm im Ø, 65 mm hoch, nicht sprossend, Scheitel typisch heliotropisch geneigt, eingesenkt, rundlich (bei 2 Pflanzen, die noch nicht geblüht haben, ein dreizipfeliger Stern) mit Dornen und feinen Haaren bedeckt.
Rippen: ca. 50, in kleine Warzen gegliedert, spiralförmig, einzelne Warzen sind ca. 4 mm hoch und an der Basis 3 mm dick.

Areolen 1,5 mm Ø, elliptisch, mit gelblichen Filz.

Randdornen: zahlreich, ca. 25, in alle Richtungen strahlend, fein, haarig, ca. 8-12 mm lang, gelblich. Mitteldornen: 4-6, 1-2 dominant, ca. 10-12 mm lang, kräftiger im Farbton als die Randdornen.
Blüten: klein, 19 mm lang, 12 mm im Ø, die Blüte hat sich nie vollständig geöffnet, obwohl sie eine ganze Woche geblüht hat, grün, auch später nicht gelb werdend. Pericarpell 10 mm lang, 8 mm im Ø, grün, mit kleinen Areolen, diese mit 4-6 Dornen und kleinen Schuppen, die dunkelgrün gefärbt sind. Receptaculum: Man könnte von einem Pericarpell-Receptaculum sprechen, da zwischen beiden teilen kein Übergang besteht. Petalen: schmal lanzettförmig, bis max. 3 mm breit, gespitzt, ca. 9 mm lang, hellgrün, seidig glänzend. Griffel: gelblich, ca. 10 mm lang, mit 7-teiliger, hellgrüner Narbe, die Äste bis 1,5 mm lang. Staubblätter: fast bis zum Saum inseriert, Fäden gelblich, Staubbeutel erreichen den Fuß der Narbe, gelb.
Frucht: grün bis dunkelgrün, in der Reife schokoladenfarbig, platzt nicht auf, wird eher weich und leicht klebrig, 8 mm Ø, 7 mm hoch, gefüllt mit ca. 200 kleinen samen.
Samen: 0,9-1 mm lang, 0,5-0,6 mm breit, Hilumbereich am breitesten, birnenförmig bis kurzzylindrisch, apikaler Samenteil stark ausgeprägt, Saum am Übergang, Testa - Hilum leicht gewölbt, Hilum-Micropylar-Region rundlich, ventraler Teil sehr abgeschrägt, dorsaler Teil nur leicht geneigt, Hilum deutlich hervorstehend, Micropyle flach, weniger deutlich, Testa schwarz, matt, mit feinem Faltungsmuster, strahlenartig zur Zellmitte gefaltet, Zellen flach, rundlich bis verlängert elliptisch. Die Pflanze ist selbstfertil.
Bemerkung: Die Pflanze sieht sehr dem Notocactus graessneri fa. albisetus Cullmann ähnlich. Wenn es sich um die selbe Pflanze handelt, hätte der ältere Name elachisanthus den Vorrang und die Pflanze müsste Notocactus graessneri var. elachisanthus heißen.

Heimat: Da keine Standortangaben vorhanden sind, konnte die Pflanze nicht nachgesammelt werden und gilt als verschollen. Ein Nachweis, ob es sich um die selbe Pflanze wie Notocactus graessneri fa. albisetus handelt, kann nicht mehr überprüft werden. Nachforschungen, ob die Pflanze in irgendwelchen Sammlungen steht führte zu keinem positiven Ergebnis.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

 Anmeldung

Angemeldet bleiben