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Mittwoch, 19 Dezember 2018
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Notocactus glaucinus var. incomptus (N. Gerloff 1990) N. Gerloff & J. Neduchal 2004

incomptus = schlicht, ungepflegt

Erstbeschreibung:

Gerloff, Norbert (1990): INTERNOTO 11 (2/3): 37 - 41.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: gedrückt kugelig bis kugelig, wenig sprossend, Epidermis dunkelgrün, dunkler in den Furchen, oft braunrot verfärbt, an der Basis verkorkend, 5 - 7 cm Ø, bis 4 cm hoch (in Kultur bis 5 cm), Scheitel leicht eingesenkt, Faserwurzeln. Rippen: 8 - 10, senkrecht verlaufend, im Querschnitt dreieckig, Rippenkante stumpf, 14 - 17 mm breit und 6 - 7 mm tief, an der Basis noch 3 mm tief. Der Rippenrücken zwischen den Areolen um 1 - 2 mm hoch gezogen.Foto: H. Henßen

Areolen: rundlich, weißfilzig, rasch verkahlend, 3 - 5 mm Ø, etwas vertieft, Areolenabstand um 14 mm. Dornen: am Fundort hell, anliegend, im Querschnitt breit, am Fuß dunkler als an den Spitzen. Randdornen : meist 9, davon 7 größere, zu den Seiten und nach unten zeigend, im Scheitel etwas abstehend, dann anliegend, gebogen, brauner Fuß sonst gelblich blass, 8 - 16 mm lang, 2 kleine nach oben, nur 2 - 4 mm lang, manchmal fehlend. Mitteldornen: 1, nach oben zeigend, dunkler, aber nicht kräftiger und länger als die Randdornen, 5 - 7 mm lang, etwas abstehend.
Knospen: zu mehreren, scheitelnah, mit brauner Wolle und braunen
Borsten.

Blüten: am Scheitel, 40 - 50 mm lang, 50 - 58 mm Ø, geruchlos, (einen fast geschlossenen Blütenrand bildend).
Röhre: trichterförmig um 20 mm lang, unten 5 mm breit oben 18 mm; Epidermis gelblich, außen zur Hälfte mit hellgrünen, spitzen Schuppen bekleidet, deren Achseln graubraune bis weiße Wolle und je 3 dunkelbraune Borsten entspringen., diese oben bis 10 mm lang, unten kürzer. Fruchtknoten: tonnenförmig, um 5 mm breit und hoch, innen weiß mit vielen Samenanlagen, außen verdeckt von 1 bis 2 mm langen grünen Schuppen, Wolle hier fast weiß, Borsten braun, kurz. Nektarinne: flach, rötlich, Nektar vorhanden. Petalen: 25 mm lang, innere 5 - 6 mm breit, hell schwefelgelb, glänzend, lanzettförmig, die der 2. und 3. Reihe (bilden den Rand der geöffneten Blüte) rundlich bis spatelförmig endend oft auch eingekerbt in der Mitte, außen oft rötlich. Staubfäden: 8 - 11 mm lang, oben goldgelb, unten übergehend bis purpur, die längsten erreichen den Fuß der Narbe, Insertion bis an den rand der Röhre. Staubbeutel: hellgelb; Griffel: gelblich, gerillt, 18 mm lang, etwas mehr als 1 mm dick, mit zumeist 9 Narbenlappen, diese karminrot (3 - 4 mm lang), an den Enden am dunkelsten. Fertilitätsverhältnisse: Neigung zur Selbstfertilität.Früchte: fassförmig mit grauer Wolle, 10 mm lang und 7 mm breit, erst grünlich dann bräunlich, trocken ockerfarben, längs einreißend, um 120 Samen in der Frucht.
Samen: ähnlich ottonis, glockenförmig, schwarz, 1,1 - 1,2 mm lang und 0,9 - 1,1 mm breit, am breitesten am Hilumrand. Testazellen: rundlich bis länglich, unregelmäßig sechseckig. Periklinalwand leicht konvex gewölbt. Cuticularfaltung glatt, dünn ohne Muster. Testafärbung: braun-schwarz, Hilum: oval, etwas gekrümmt, cremefarben. Micropyle: ganz flach, zentral.

Heimat:
an den weniger schattigen Uferbereichen des Rio Iacui, 16 km von Nova Palma entfernt im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, zwischen Felsen, in der Nähe von Notocactus claviceps, gefunden von Leopold Horst 1967.

Typstandort: Nova Palma, Rio Grande do Sul, Brasilien HU 96

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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