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Mittwoch, 12 Dezember 2018
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UG Neonotocactus

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Typus:

Notocactus mammulosus (Lemaire 1838) Berger ex Backeberg 1959

Literatur:

Neduchal, J.: Notocactus - Bilanz 1998: Neu-Isenburg 1999, S. 20 - 21.

N. mammulosusBeschreibung:

Körperbau: Es kommen verschiedene Körperformen vor. Pflanzen zumeist hartfleischig, die Gruppe um N. mammulosus wächst überwiegend in wiesigen Landschaftsformen, die Gruppe um N. mueller-melchersii im felsigen Terrain, flachen, fast nackten Felsplatten.
Rippen: Zumeist dreieckig bis bogenförmig im Querschnitt, nicht selten in Höcker gegliedert, diese dann um die Areolen verdickt. Manchmal erreichen die Täler zwischen den Höckern die Rippenfurche. Bei der Gruppe um N. mueller-melchersii ist die Rippenstruktur ausgeprägter.
Blütenschnitt Notocactus mammulosus fa. marmarajaAreolen: Breitrund bis rund, auf der oberen Flanke eines Höckers vertieft sitzend, weißwollig aber rasch verkahlend und verschmutzend.
Dornen: Die Mitteldornen (bis 6 an der Zahl) entwickeln sich zu kräftigen Nadeln, pfriemartiges und stechendes Schutzkleid, oft gebogen, später verbleichend.

Blüten: Die Blüten sind bereits in der Seitenansicht, trotz der starken Wollbildung, auffallend breit. Die Blütenröhre erweitert sich unmittelbar über dem Fruchtknoten breit schüsselförmig oder mindestens breit trichterig . An der Umbiegestelle stehen die Staubblätter steil, nur aus der Blütenröhre entspringend, zuerst griffelwärts, dann auswärts gebogen. Die tangential entspringende s. g. zweite Staubblattgruppe fehlt. Die Basen der innersten Blütenhüllblätter sind mit der Blütenröhrenwand bis zur Umbiegung der Blütenröhre dicht oberhalb des Fruchtknotens verwachsen. Die Pflanzen sind - bis auf wenige Ausnahmen - selbststeril. N. mueller-melchersiiDie Blüten öffnen erst ca. 2 Stunden nach dem Höchststand der Sonne und schließen erst spät nachmittags wieder.

Früchte: Bei der Untergattung verlängern sich die Früchte im Vollreifestadium im basalen Abschnitt stark und hängen schlaff über. Beim Abbrechen entsteht eine basale Öffnung. Die Frucht ist ursprünglich grün und entwickelt sich durch die Streckung zu einem schlauchartigem Gebilde. Samen, die sich ursprünglich im oberen Fruchtbereich befanden, fallen nach der Reife und Austrocknung der Samenstränge leicht aus.
Samen: Die, wie bei der Untergattung Malacocarpus, breit, glockenförmigen Samen haben oft am Rand ein dick polsterförmigesHilum. Verbreitungskarte der UG Neonotocactus Autor N. GerloffDieser wulstige Rand des Hilums ist wichtiges Merkmal der Untergattung. Die Arillushaut ist in winzige sternförmige Teilchen zerlegt, die den Spitzen der Testawarzen aufsitzen. An der Keimseite ist der Samen dieser UG abgeplattet oder gerundet und von ockergelber Farbe .

Standort: Argentinien (vom Süden bis auf die Höhe von Buenos Aires), Uruguay und Rio Grande do Sul aus Brasilien (bis ca. auf die Höhe von Cacapava, Porto Alegre).

Übergangsarten zur Gattung Neonotocactus:

Blüten öffnen früher, ca. 1 Stunde vor den Pflanzen der Gruppe um Notocactus mammulosus, bezogen auf den Höchsstand der Sonne.

Arten, Varietäten & Formen:

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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