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Mittwoch, 12 Dezember 2018
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UG Malacocarpus (Salm-Dyck) Buxbaum in Krainz 1967

Unterkategorien

Typus:

Notocactus erinaceus

Literatur:

(Salm-Dyck) Buxbaum in Krainz 1967
Neduchal, J.: Notocactus - Bilanz 1998: Neu-Isenburg 1999 S. 34 - 36

Beschreibung:

Körperbau: Gedrückt kugelig oder im Alter nur wenig verlängert, groß werdend (manche Arten bis zu 40 cm hoch und 25 cm im Ø). Pflanzen hartfleischiger als bei verwandten Untergattungen , mit ausgeprägtem Rippenbau und Bedornung. Epidermis meistens grau-grün bis dunkel-grün, Pflanzen im Alter an der Basis verkorkend. In der Scheitelgrube sehr reiche Wollbehaarung . Scheitel neigt sich nie zur Hauptlichtseite. Wenige Arten sprossen auf der Basis an alten Areolen.
Rippen: Sehr ausgeprägt, im Verhältnis zur Größe der Pflanze hoch, über den Areolen stark verdick t , meist stärker gehöckert oder kinnartig vorspringend, nie aber in kleine Warzen aufgelöst (wie bei der UG Brasilicactus bzw. Notobrasilia) Areolen auf der Unterseite der Höcker . Rippenzahl 12-20, meist senkrecht abfallend, selten schwach gedreht.

N. erinaceusAreolen: klein, rundlich, an der Unterseite der Höcker. Sehr charakteristisch ist der 1-2 cm lange Areolenfilz den die Scheitelareolen entwickeln und der eine mehr oder weniger weiße Kappe auf dem Scheitel bildet, manchmal - hauptsächlich in der Kultur - cephaliumähnlich . Mit dem Alterungsprozess werden die Areolen kahl; der Areolenfilz ist bei stockendem Wuchs der Pflanzen nicht so ausgeprägt; Entfernung der Areolen im oberen Pflanzendrittel bis 2 cm.
Dornen: nadelförmig bis pfriemlich, 4-12 (selten mehr) in der Zahl; Mitteldorn 1, meistens pfriemlich, öfters fehlend. Dornen glasig gelb, hell-hornfarbig oder bräunlich, später vergrauend, oft mit dunkler Spitze, Mitteldorn auch geringelt. Bedornung im juvenilem Stadium der Pflanzen weicht stark (in Form, Größe und Farbe) von der Bedornung älterer Pflanzen ab.

Blüten: aus dem Scheitel selbst, dicht gedrängt in großer Zahl, durch den Areolenfilz geschützt und in ihm versenkt; ziemlich einheitlich bei allen Arten der UG, variierend durch Standort-/ Pflegebedingungen; Größe 2-3 cm, seltener bis 5 cm Ø und Länge; schlank mit dünner Wandung, meistens überragen nur die Kronblätter die Areolenwolle; außen ebenfalls mit sehr langem, weißem weißlich-gelben bis bräunlichem Filz bedeckt, trichterförmig, über den Pericapell etwas glockig erweitert, die Schuppen des verborgenen Pericapells sind stark reduziert; an der Röhre wenige Grannendornen; der Innenbau ist den verwandten UG ähnlich; Fruchtknoten N. sellowii (Pontana Grande)borstenlos aber lang befilzt , sehr kurz; Röhre über der Nektarkammer trichterig, außen blass mit kleinen meist grünen wenigen Schuppen, oben mit einigen wenigen Haarborsten, innen nach unten immer rot, zu den Enden gelb, sehr kurz. Staubfäden haben die farbe des jeweiligen Blütenteils, Insertion bis oder fast bis zum Blütensaum, im breiten Kreis die enge Nektarrinne umschließend. Nektarkammer immer rot . Kronblätter in großer Zahl, dicht, quasi mehrere Reihen bildend, von zitronengelber bis goldgelber Farbe, seltener weißgelb, matt glänzend. Griffel gelb mit orangenroten, roten oder ziegel-roten Narben; Narbenlappen um 8, nicht immer voll ausgebreitet. Blütezeit vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Blüten öffnen sich am Vormittag und halten sich mehrere Tage offen. Staubblätter meistens reizbar. Befruchtungsverhältnisse bei den großen Wiesenbewohnern selbstfertil, bei den kleineren und auf kargen Felsbereichen wachsenden Pflanzen dann meistens selbststeril.

Früchte: schlauchartig, selten nur verlängert tonnenförmig, sehr weich bei der Reife und dünnwandig, reif erst nach mehreren Monaten (meistens im Frühjahr nach dem Jahr der Blüte), nicht aufplatzend. Früchte bleiben fast (mind. die Hälfte) in der Scheitelwolle; bei der Reife sind die Samenstränge aufgequollen, bleiben also auch nach der basalen Streckung weichfleischig, weißlich-grün, meistens rosa oder rötlich in der Farbe, mit holzartigem Deckel abgeschlossen. Sie Verbreitungskarte der UG Malacocarpus Autor N. Gerlofftragen Wollflöckchen, die aber auch fehlen können. Falls die Samen nicht durch Insekten verschleppt werden, vertrocknen die Früchte später in der Scheitelwolle und die Samen werden erst später aus der Scheitelwolle heraus gedrückt. Die Fruchtwand wird bis dahin spröde. Die Früchte haben wesentlich weniger Samen als bei allen verwandten Untergattungen.

Samen: vollständig von einer braunen (bei manchen Arten fast schwarzen) Arillushaut überzogen. Die Abrissnarbe ist dem Ventralende der Hilumregion meist besonders genähert und stärker hervortretend. HMB nur mit wenigem polsterartigem Gewebe, das nur in der Ventralregion sehr deutlich wird und ein Ventralwulst bildet. Samen sind schief-helm-/ glockenförmig, die Keimseite zeigt Spuren von Ringen längs des Saumes. Farbe der Testa überwiegend schwarz, mit anhaftender, den Zellen folgender Cuticula. Testazellen größer, abgeflacht und länglicher als bei verwandten Untergattungen.

Heimat: von Südbrasilien - südliches Rio Grand do Sul, über Uruguay bis nach Mitte von Argentinien. (Der größte Verbreitungsbereich aller verwandten Untergattungen).

Arten, Varietäten & Formen:

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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