benannt nach Eddie Waras, einem brasilianischen Pflanzensammler

Erstbeschreibung:

Eriocactus warasii Ritter 1973: Ritter, Friedrich (1973): in Bradea (Rio de Janeiro) Vol.1 (34) : 353-355

Literatur:

Gerloff, N. & Neduchal, J.: Taxonomische Neubearbeitung der Gattung Notocactus Frankfurt 2004

Beschreibung:

Körper: nur bis 75 cm hoch werdend, dann an der Basis aufliegend umgekehrt birnenförmig bis säulig, höchstens 20  cm Ø, hellgrün, nicht bereift, im Alter auf der gesamten Spross länge reich sprossend und Gruppen mit mehr als 50 Köpfen bildend, Rippen: 15-16, 2 cm hoch, bis 3 cm breit, gerade, kaum bereift, im Querschnitt fast dreieckigt, Scheitel: weißwollig, -filzig, sehr schräg in Richtung des stärksten Lichteinfalls geneigt;Foto HenßenAreolen: 1,5 –3 mm im Ø, weißfilzig, rundlich bis oval, 5-7 mm voneinander entfernt, Dornen: 15-20, nadelförmig, weich, meist gebogen, gelbbraun bis hellbraun, Rand- und Mitteldornen fast gleich, 10-40 mm lang, von denen die drei untersten am längsten sind. An den Rippenkanten bildet sich mit der Zeit filziges Geflecht, das den Pflanzen ein charakteristisches Aussehen gibt.
Blüten: aus dem Scheitel, dicht gedrängt, geruchlos, während des Sommers erscheinend, geöffnet 40 mm breit, Fruchtknoten kurz und dick, blass, grünlichgelb mit weißer Wolle bedeckt, mit sehr kleinen fleischigen Schüppchen und 1-2 braunen, anliegenden Borsten in jeder Areole, Nektarrinne sehr klein, etwa 0,5 mm tief, Blütenröhre trichterförmig, 10 mm lang und 12 mm breit, innen hellgelb, außen dem Fruchtknoten ähnlich, mit brauner Wolle, sowie pfriemlichen und sehr spitzen Schuppen bedeckt, die in oberen Teil bis 5 mm lang sind, Staubblätter dicht aufsitzend, blassgelb, 10-15 mm lang, Staubbeutel cremegelb, klein, Griffel blassgelb, 25 mm lang, Narbenstrahlend auffallend, 12, 5 mm lang, ausgebreitet, blassgelb, Blütenblätter glänzend gold- bis zitronengelb, 30-35 mm lang, 5-8 mm breit, umgekehrt lanzettförmig, am oberen Ende oft gezackt, Frucht: tonnenförmig, etwa 10 mm dick und 15 mm hoch, an der Basis durch einen horizontalen Riss öffnend.
Samen: säckchenförmig, 1 mm lang und 0,7 mm dick, aber am basalen Testarand- infolge seiner starken Auswärtskrümmung über diesen-1 mm breit und 0,6 mm dick, am Testarand 0,9 mm dick, Testa schwarz, glänzend, mit sehr feinen, länglichen Testazellen, Hilum basal, fast kreisrund, Micropyle verdeckt.

Heimat: An feuchten und schattigen Fluss-Schluchten des Oberlaufes des Rio Fao, Rio Grande do Sul, Brasilien.


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