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Dienstag, 25 September 2018
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Notocactus leninghausii (F. Haage sen.ex K. Sch. 1895) Berger ex Krainz 1968

benannt nach Guillermo Lenninghaus, einem Kakteensammler aus Porto Alegre

Erstbeschreibung:

Pilocereus leninghausii Haage sen. (1895): Monatszeitschrift für Kakteenkunde 5: S. 147.

Literatur:

Berger, Alvin (1929): Kakteen, Stuttgart: 209.
Backeberg, Curt (1942): Eriocactus leninghausii (Haage jr.) Backeberg - Cactaceae Jahrbuch DKG 2: 37.
Krainz, Hans (1968): Notocactus leninghausii - Die Kakteen, C VIc, Stuttgart: 7.
Ritter, Friedrich (1979): Kakteen in Südamerika, Bd. 1, Spangenberg S. 156.
Gerloff N. & Neducha: Taxonomische Neubearbeitung der Gattung Notocactus l J. Frankfurt 2004

Beschreibung:

Körper: schlank, zylindrisch, bis über 1 m lang, >10 cm Ø; ab der Blühfähigkeit von der Basis her stärker sprossend (nicht nur der ehemalige "minor "); Scheitel mit zunehmendem Alter schief, stark wollig, verkorken oft im unteren bereich des Körpers; Rippen ca. 30, flach und stumpf, schwach gekerbt.
Areolen: auf Rippenerhebungen, 2 - 3 mm voneinander entfernt, rundlich, anfangs weißfilzig; Dornen: gerade oder etwas gebogen, biegsam und wenig stechend; Randdornen um 15 - 20, dünn, borstenförmig, hell honiggelb; Mitteldornen 3 - 4, kräftiger und dunkler als die Randdornen, um 4 cm, gelbFoto Henßen
Knospen: mit dichter hellbrauner Wolle
Blüten: aus der Nähe des Scheitels, mehrere Tage haltbar, ca. 5 cm lang, 6 cm Ø, auch nachts geöffnet; Fruchtknoten kreiselförmig, mit Wolle und braunen Borsten; Blütenröhre wie der Fruchtknoten bekleidet, jedoch mit nach oben größer werdenden Schuppen bedeckt, die in die äußeren Petalen übergehen; diese ~30 mm lang und ~7 mm breit, lanzettförmig, gespitzt, gelblich grün; innere Hüllblätter spatelförmig, gezähnt und mit Spitzen versehen, zitronengelb, seidig glänzend; Staubblätter zahlreich, zum Griffel gebogen, hellgelb; Griffel weißlichgelb; Narben 9 - 14, hellgelb, die Staubblätter deutlich überragend.
Frucht: beerenartig, von weißer bis bräunlicher Wolle bedeckt, bei der Reife an der Basis unregelmäßig aufreißend, so dass die Samen über die Pflanze verstreut werden.
Samen: kaum 1 mm lang und 0,5 mm breit, braun, sehr zahlreich, mützenförmig.
Heimat: Sandsteinfelsen bei Montenegro, Carnela, Corvo, Rio Grand do Sul. FR 1203, HU 53.

Bemerkung:

In den Sammlungen stehen dünne Pflanzen, die sehr stark kindeln und schlecht blühen, andere Pflanzen sind deutlich stärker, kindeln kaum und kommen viel früher zur Blüte.
In einer französischen Gärtnerei wurde vor Jahren weißbedornte Notocactus leninghausii ausgelesen, die in Deutschland die Gärtnerei Uhlig vertreibt.
Es wird nicht als gerechtfertigt angesehen, nur aufgrund von Unterschieden in der Körpergröße bzw. der Dornenlänge/-färbung, z.B. eine selbstständige Varietät "minor" oder "albispinus " aufrecht zu erhalten. N. leninghausii fa.apelii wird als Missbildung betrachtet.

 

Aufnahme SKlein am Standort

 

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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