Erstbeschreibung:

Schlosser, Hugo & Brederoo, A.J. (1978): KuaS 29 (12): 273 - 277.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: bis 5 cm Ø kugelig, dann im Alter bis 6,5 cm Ø säulig, bis 12 cm hoch, grün bis dunkelgrün, einzeln, Exemplare mit kürzeren Dornen glänzend, Rippenzwischenräume häufig heller als die Höcker, Scheitel leicht eingesenkt, im Scheitelkreis von oft bis zu 18 mm Ø nackte Höcker und dazwischen kurzer weißer Filz, der noch an Jungareolen verbleibt, sich dann aber bald verliert; Rippen: (16) - 18 - 21 - (24), meist geradlinig, fast senkrecht herablaufend, nicht selten auch spiralig, Höcker: klein, kinnförmig, je dunkler die Epidermis, um so glänzender; gegliedert; Notocactus rutilans var roseiflorus

Areolen: rund,anfangs stark weißwollig, 5 - 6 mm voneinander, im Alter als rötlicher Ring die Dornen umgebend; Randdornen 12 - 18, sehr unterschiedlich lang, sowohl von Exemplar zu Exemplar als auch innerhalb der selben Areole, bis 9 mm lang, dann sich mit den Nachbarareolen stark überkreuzend; die längsten stets seitlich und schräg nach unten gerichtet, zumeist anliegend, stets gerade, dünn und rund; die nach oben gerichteten sehr klein und dünn, manchmal auch ein etwas längerer nach oben gerichtet, der dann immer absteht und deutlich dunker ist; alle weißlich bis rötlich gelblich ; Mitteldorn 1 radial abstehend, rund, stechend, bis 25 mm lang, dunkel bis schwarz, im Alter vergrauend, stets mit dunkler Spitze.

Blüten: 2 - 4 cm lang, 3 - 4 cm Ø, glockenförmig; Pericarpell 6 mm lang, 6 mm breit, mit bis zu 1 mm langen und breiten, fleischigen, cremefarbenen Schüppchen besetzt, die an der Spitze ein feines schwarzbraunes "Nägelchen" sowie in en Achseln eine 3-4 mm lange, meistens gebogene Borste und graubraune Haare tragen; Receptaculum 3 mm lang, 11 mm breit, mit fleischigen, lanzettförmigen, cremefarbenen, 10 mm langen und 3 mm breiten Schüppchen besetzt, die an der Spitze ein schwarzbraunes "Nägelchen" sowie in den Achseln 1-2 bis 14 mm lange, braunschwarze, meist gebogene Borsten und graubraune Haare tragen; Übergangsblütenblätter 9-17 mm lang, 1,5-6 mm breit, lanzett- bis spatelförmig, ganzrandig, nach oben zu weniger fleischig, tiefrosa, in eine dünne schwarzbraune Spitze auslaufend, äußere Blütenblätter ca. 19 mm lang, max. 6 mm breit, angespitzt spatelförmig; Blattrand ganz, mehr oder weniger gewellt, in der oberen Hälfte rosa, zum Schlund hin cremefarben bis weißrosa, an der Basis zusammengewachsen und mit der Receptaculumwand bis zur unteren Gruppe der Staubfäden verwachsen, dieser Verwachsungsteil rosa; Staubblätter in 4 Kränzen, der inneere Kranz parallel zum Griffel, der äußere Kranz kürzer und auswärts gebogen, auf der Receptaculumwand die Staubblätter fehlend; Staubfäden cremefarben; Staubbeutel 1,5 mm lang, gelb; Nektarkammer und -drüsen am Fuße des Griffels; Griffel 12 mm lang, 1,5 mm Ø , cremefarben, Narbenäste 7 - 8, 1,8 mm lang, dunkelrot, pinselartig gebündelt, hoch über den Staubbeuteln stehend; Nektarrinne vorhanden; Samenanlage wandständig, in Bündeln zu 4, Funiculus ziemlich kurz, mit einigen Papillen besetzt.

Frucht: 20 mm lange Beere, 6-7 mm breit, der obere Teil mit schwarzen Borsten und graubraunen Haaren, Samen im oberen Teil der Frucht, die sich bei der Reife streckt, trocknet und bei der Reife basal aufreißt.
Samen: helm- bis glockenförmig, mattbraun, stellenweise mit Arillushaut bedeckt, bis 1 mm lang und breit, Testa besteht aus aneinander anliegenden, ziemlich flachen Höckerchen, die am Hilumrand kleiner werden und oft mehr auseinander liegen, Hilum basal, unregelmäßig birnenförmig, bis an den Rand mit kissenförmigen, ockerfarbenen Hilumgewebe bedeckt, welches Micropyle und Funiculus umfast; Micropyle etwas erhöht; Embryo kugelförmig, 0,7-0,8 mm Durchmesser, an der Oberseite etwas abgefacht; Perisperm fehlt; Kotyledonen durch eine kleine Furche erkennbar. HMB oval, ockerfarben.

Tystandort: In einer Hügelkette, die unter dem Namen: Cuchilla Yacare bekannt ist. Depart. Artigas, Uruguay. S 150


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