entdeckt von Antonio Gutierrez, ehemaliger Bürgermeister von Macambara

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf-Rainer (1988): KuaS 39 (7): 150 - 154.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Abraham, W-R: Die Fertilitätsverhältnisse einer Art sind ökologisch bedeutend ..., INTERNOTO 1/2015 S. 3ff

Beschreibung:

Körper: in der Jugend kugelig, im Alter etwas säulig werdend, 6 - 8 cm im Ø, bis 14 cm hoch, einzeln, grün bis bläulich grün, nicht glänzend, Scheitel eingesenkt, verdeckt durch die Dornen der jungen Areolen; Rippen 22 - 24, gerade, manchmal leicht gedreht, 5 mm hoch; Höcker klein, kinnförmig.Foto NGerloff

Areolen:rund zuerst stark weißfilzig, der Filz verliert sich nur langsam, 5 mm Ø, 5 - 6 mm von einander entfernt; Randdornen 12 - 16, meist 14, bis 10 mm lang, die längsten zur Seite und nach unten stehend, gerade, dünn, rund, einige Nebendornen möglich, alle weiß bis elfenbeinfarben.

Blüten: scheitelnah, bis 4 cm lang, 5 cm Ø, am Rand kräftig rosa, zum Schlund hin heller; äußere Blütenblätter bis 22 mm lang und 4 mm breit, spatelförmig bis gespitzt; Blattrand wellig, zur Mitte hin intensiver rosa gefärbt, innere 25 mm lang und 6 mm breit, die inneren sind an der Basis verwachsen und bilden die Receptaculumwand. Dieser Teil ist dunkelrosa, fast rot; Röhre 14 mm Ø, 5 mm llang, mit grünlich gespitzten Schuppen; in den Achseln graubraune Haare und 1 - 2 hellbraune, bis 12 mm lange Borsten; Fruchthöhle 3 mm Ø, 6 mm hoch, weiß, an der Decke ein roter Fleck;Griffel ca. 15 mm lang, cremefarben, 1 mm dick; Narbenäste 9 - 12, bis 2,5 mm lang, schmutzig cremefarben, etwas rosa an den Enden; Staubblätter 70 - 100, 5 - 10 mm lang, stehen als enger Ring um den griffel, dazwischen eine 1 mm tiefe Nektarrinne; blüht nachmittags, ist selbststeril.

Frucht: fast 3 cm lang, 8 mm Ø, grün nach unten mehr grünlich-gelb, locker besetzt mit hellen Watteflocken, sie verlängert sich kurz vor der Reife durch starkes Strecken des Pericarpels, im oberen Drittel sitzen 200 - 300 Samen. Die Frucht zerfällt an der Basis und reißt längst auf, wobei die Samen herausfallen.

Samen: 0,9 mm lang und breit, matt braun, glockenförmig. Die äußeren Testazelen sind halbkugelförmig aufgewölbt, rund, bedeckt mit bräunlicher Arillushaut; die Antiklinagrenzen sind versenkt; die Höcker werden zum Hilum hin kleiner.HMB basal etwas birnenförmig, hellocker, Micropyle etwas erhöht. Das Embryo ist kugelförmig, die Kotyledonen sind aufgrund einer flachenEinsenkung gut erkennbar, Perisperm fehlt.

Typstandort: Gemeinde Uruguaiana, Brasilien in 200 m Höhe. Die Pflanzen wachsen in voller Sonne in Spalten von Flachfelsen. Der ph-Wert wurde mit 5,3 bestimt. Feldnummern: WRA 253, FS 360, AG 18.
In der Natur inzwischen ausgerottet.


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