Benannt nach Dr. Gerhardt Schäfer ( Kakteensammler und Publizisten)

Erstbeschreibung:

Abraham, W.-R. & Theunissen, J. (1988) spec. nov. INTERNOTO 9 (1) S. 21 - 25.

Literatur:

Herm, Konrad (1992): Notocactus turbinatus (Arech.) Krainz - oder warum N. schaeferianus (Abraham & Theun.) Havl. keine eigenständige Art ist . INTERNOTO 13 (3): S. 93 - 99.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

B. Knutti & Ch. Hefti: Am Standort von Notocactus concinnus auf dem Cerro de Montevideo, INTERNOTO 33 (1) S. 3-12 

Beschreibung der Unterschiede:Foto Henßen

Körper flach, nur bis 3 cm hoch, bis 12 cm breit, der Scheitel ist eingesenkt und von einer 5 cm breiten und bis 1 cm hohen Wollschicht bedeckt. In der Jugend sind die 8 - 10 Rippen noch scharf und verlaufen noch gerade, im Alter erreicht die Art 16 - 18 Rippen, die leicht gedreht sind.; Rippenkanten stumpf, keine Rübenwurzel.
 Areolensitz stark verdickt, die Rippen zwischen den Areolen kaum vertieft, im Jugendstadium 5 mm breit und bis 15 mm lang, im Alter nur noch 2 mm breit,  Randdornen 3 - 7 im Alter 2 - 3, zum Körper gebogen, gelblich weiß mit bräunlicher Spitze, Mitteldornen jung 1, nach unten gerichtet,  später 0.

Blüten 30 - 35 mm lang und breit, schwefelgelb bis weißlich, Receptaculum 20 mm lang, oben 15 mm breit, locker bedeckt mit fleischfarbigen Schuppen, die 1,5 mm breit sind und braun bespitzt sind. Aus den Achseln wachsen eine bis 5 mm lange braune Borste, die in weißer Wolle eingehüllt ist, die oben am Receptaculum braun wird. Die äußeren Perianthblätter sind 2 - 3 mm breit und 18 mm lang, lanzettförmig, unten sind sie schmaler, die Spitzen ausgefranst, eingesenkt und gezähnt, schwefelgelb. Die Perianthblätter überlappen nur wenig, so dass die Blüte in der Mitte geschlossen ist. Der cremeweiße Griffel ist 21 mm lang und 1 mm dick und trägt etwa 8 bis 2 mm lange, schmutzige rote wenig gespreizte  Narbenstrahlen. Die goldgelben Staubblätter sind 6 - 7 mm lang. Die schwefelgelben Staubbeutel sind 0,7 mm lang, eiförmig, inseriert bis 3 mm unter den Rand des Saumes, berührungsempfindlich. Die Nektarrinne ist 1 mm tief. Die Röhre ist innen unten 5 mm karminrot. Der Fruchtknoten ist 3 mm lang und 4 mm breit und ist mit viel weißer bis 13 mm langer Wolle bedeckt. Die blüten sind selbstfertil, sie öffnen sich gegen 10 Uhr und schließen sich gegen 16 Uhr. 

Frucht: Sie ist an der Spitze 8 mm breit und 20 mm lang, keulenförmig dunkelrot bis rot und erscheint etwa 3 - 4 Monate nach der Blüte. Sie reißt seitlich ein, zerfällt und vertrocknet in wenigen Tagen. Die Frucht enthält 30 - 70 Samenkörner.

Der Samen ist helmförmig, 1,1 mm lang und 1,0 mm breit, die Testa ist schwarz, glänzend mit brauner sich in großen Fetzen ablösender Arillushaut und unregelmäßigen sehr flachen kokaven Zellen, die Antiklinikalgrenzen erhöht, Zellenoberfläche faltig, der Hilumrand ist vorgewölbt, das Hilum ist flach, die Strophiola cremefarben und die Mikrophyle ist als flache Erscheinung zu erkennen, während der Umbilicus als breiter Zapfen leicht erhaben ist. 

Typstandort: Stadtrand von Montevideo, 50 m über dem Meer. Die Pflanzen wachsen dort zwischen Felsen in einem Substrat, das einen ph-Wert von 5,2 hat zusammen mit N. mammulosus. Wenn die Gräser vertrocknet sind, schattieren sie die Wigginsien nicht mehr und verfärben sich braun.

Holotypus hinterlegt im Sukkulentarium der Universität Köln.  WRA 163, HR 65.

Bemerkung: Alte Pflanzen in der Natur verlieren ihre Bedornung durch mechanische Beanspruchung. Provisorischer Name: spec. Assarad. Es liegen noch keine verifizierbaren Ergebnisse über die Bildung der Rübenwurzel beim Typus bzw. fehlender Rübenwurzel bei der Form vor.


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