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Montag, 24 September 2018
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Notocactus uebelmannianus fa. nilsonii (G. Königs 1992) N. Gerloff & J. Neduchal

Erstbeschreibung:

Königs, Günther (1991): Erstbeschreibung - INTERNOTO 11 (4): 119 - 124.

Literatur:

Königs, Günther (1992): Nachtrag / Berichtigung - INTERNOTO 13 (2): 56.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: gedrückt kugelig, solitär, glänzend graugrün, bis 8 cm breit und 6 cm hoch (in Kultur manchmal noch größer werdend). Wurzeln faserig, weißlich-gelb. Scheitel leicht eingesenkt (0,5 cm), bedeckt von Wolle und Dornen - auch an den jüngsten Areolen. Rippen: 16 - 22 (Mittel 19), bis 15 mm breit, rund, zwischen den Areolen höckerig, 1 - 2 mm hochgezogen. Die Rippen nur 5 mm tief. Sie verlaufen gerade oder leicht gedreht nach unten.Notocactus uebelmannianus fa nilsonii

Areolen: rundlich bis breitrundlich, bis 5 mm Ø, zuerst mit viel weißer Wolle, oft 2 - 3 mm hoch, später kahl, nur 5 - 8 mm von einander entfernt, unter der Areole eine kleine Quergrube. Bedornung hellgelb bis bernsteinfarben; Mitteldornen: zumeist 2, einer oben, einer unten, liegen sich später flach über die Randdornen, um 10 mm lang (extrem 16 mm); Randdornen: 7 - 9, gespreizt, anliegend, später zu den Seiten und nach unten weisend, 5 - 12 mm lang.

Blüte: trichterförmig, nur 2,5 - 3 cm lang und geöffnet um 4 cm breit, hellpurpurn, innen oft noch heller, ganz vereinzelt wurden auch gelbe Blüten gefunden. Fruchtknoten: fassförmig bis leicht kreiselförmig, 5 - 7 mm lang, oben 4 mm breit, außen ganz bedeckt mit hellgrünen Schuppen, diese wiederum bedeckt mit weißen Härchen und kurzen Borsten. Samenanlagen zumeist oben und am Rand, weißlich. Röhre: 8 - 10 mm lang, trichterförmig, oben 10 - 12 mm Ø, unten 5 mm Ø, innen weißlich, außen bekleidet mit spitzen grünlichen Schuppen mit rotbraunen oder grauen Spitzen (1 mm). Aus den Achseln entspringen weiße Wolle und zumeist 3 bräunliche Borsten (1 - 2 mm); Staubfäden: dottergelb, 5 - 8 mm lang, inseriert bis an den Rand der Röhre, leicht reizbar durch Berührung; Staubbeutel dottergelb; Nektarium 1 - 1,5 mm tief, eng; Petalen: max. 18 mm lang, glänzend, hellpurpurn, am Fuß eine hellere Zone, lanzettlich (wenige rundlich endend). Die Blütenfarbe kann nach 2 - 3 Tagen deutlich heller werden; Griffel: unten weißlich oder gelblich, oben etwas rosa, nur 0,8 mm dick, 10 - 12 mm lang (extrem 14 mm).; Narben 7 - 8 Lappen, diese 2 - 2,5 mm lang, hellpurpurn, zum Teil auch hellrosa bis ins gelbliche gehend.

Frucht: erst weißlich behaart, dann auswachsend auf Fass- oder Kugelform, 8 mm lang und 10 mm breit. Jetzt fleischig, nur zu 50% mit Haaren bedeckt, olivgrün, später rötlich verfärbend. In getrocknetem Zustand unregelmäßig einreißend, jetzt ockerfarben.

Samen: mützenförmig, 80 - 100 in einer Frucht, 1,2 mm breit und 0,8 mm hoch, schwärzliche Testazellen mit Arrillus. Hilum weiß-beige mit vorgewölbtem Hilumsaum, Micropyle deutlich ausgeprägt. Die Art ist selbststeril.

Vorkommen: südöstlich der Siedlung von Minas do Camaqua, auf einer Steinplatte inmitten von typnahen Populationen, Rio Grande do Sul, Brasilien.
FS 137, GF 25.

Foto: N. Gerloff

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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