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Mittwoch, 19 Dezember 2018
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Notocactus scopa fa. machadoensis (W.-R. Abraham) N. Gerloff & J. Neduchal 2003

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf-Rainer (1988): Succulenta 67 (4): 81 - 84.

Literatur:

Gebauer, Alfred: Notocactus (1988) S. 36
Gerloff & Neduchal: Die Pflanzen um Notocactus scopa, INTERNOTO 3/4, 2003.

Beschreibung:Notocactus scopa fa machadoensis

Bereits 1968 sammelten Buining und Horst bei Pinheiro Machado eine scopa-Form, die die Feldnummer HU 184 und den provisorischen Namen N. scopa var. machadoensis erhielt. Der Körper ist im Vergleich zum Typus riesig, bis 70 cm lang und 13 cm dick. Gelbbraune bis braune Mitteldornen; am Standort auch mit weißlich gelben Mitteldornen; Narbe gelb.

Körper: bis 13 cm im Ø und bis 35 cm lang (dann pfeifenförmig, gekrümmt und mit der Basis auf der Erde aufliegend, solitär, Epidermis blassgrün.
Rippen: flach, 24 - 33 (meist um 28), gerade bis leicht gedreht verlaufend. Areolen 2 mm im Ø, in etwa 1 mm tiefen Einbuchtungen, im Neutriebstark stark  bewollt, 3-5 mm von einander entfernt.
Dornen:  Randdornen etwa 30, weiß, 4-6 mm lang, strahlend um den Körper anliegend. Mitteldornen: 1-3 (meist 3), einer immer senkrecht abstehend und der längste bis 10 mm lang, gelbbraun bis braun, die anderen weisen zur Seite schräg nach unten und sind oft kürzer als der abstehende Mitteldorn und bei einigen Pflanzen auch heller gefärbt. Am Standort vereinzelt Pflanzen mit weißlichen gelben Mitteldornen.

Blüten: 30-35 mm lang, 40 mm breit, mit lanzettförmigen, schwefelgelben Petalen. Staubbeutel gelb, Insertionen bis 1 mm unter den Saum, Nektarrinne vorhanden. Griffel schwefelgelb, bis 20 mm lang, davon entfallen 2 mm auf die gerillte Narbe, etwa 7-9 schwefelgelbe Narbenäste, manchmal an den Enden auch etwas rötlich,;selbststeril.

Frucht: bis 6 mm lang, 4 mm breit, Samen: Testa schwarz, matt glänzend, Warzen oval bis rund, gewölbt; Testazellen grubig punktiert, Mikropyle als breiter Zapfen ausgebildet.

 

Typstandort: Gemeinde Pinheiro Machado, Rio Grande do Sul, auf einer sehr offenen Weidelandschaft mit erodierten Felsterassen an Bächen oder an Geländestufen gemeinsam mit N. mammulosus, N. sellowii var. courantii und Frailea gracillima, 200 m über dem Meeresspiegel. Es wurden nur einige Dutzend Exemplare gefunden. pH- Wert des Substrates liegt bei 5,5.

Bearbeiteter Text von N. Gerloff (Jan. 2013)

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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