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Montag, 24 September 2018
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Notocactus concinnus (Monville) Berger ex Backeberg

Notocactus concinnus WR 348Bedeutung des Namens: concinnus (lat.) = zierlich

Erstbeschreibung:

Monville, M. (1839): Echinocactus concinnus - L´horticulteur universel: 222

Beschreibung:

Körper:

glänzend grün bis dunkelgrün, einzeln, meist sehr flachkugelig, in der Kultur bis über 90mm im Durchmesser und 60mm hoch; Scheitel: eingesenkt und stets unbedornt (manchmal ist der komplette obere Pflanzenbereich kahl); Rippen: 17 - 22, selten mehr, rund, bis 4mm hoch, im Scheitel bis zu 8mm breit, später fast völlig verflachend, 13 - 15mm breit.

Areolen:

meist queroval, ca. 4mm breit und 3mm hoch, im jüngeren Pflanzenbereich mit sehr kurzem, weißlichem bis schmutzigweißem Filz bekleidet, bald verkahlend, 1 - 2mm eingesenkt; Areolenabstand (Mitte/Mitte): 5 - 8mm; Mitteldornen: 4, borstig, gerade bis gering gebogen, im Kreuz stehend, der unterste mit ca. 12 - 17mm der längste, je nach Standort weißlich, gelblich oder blass bräunlich, die kürzeren Mitteldornen heller und daher teilweise schwer von den Randdornen zu unterscheiden; Randdornen: 9 - 13, gerade strahlend, etwa 5 - 10mm lang, heller als die Mitteldornen.

Knospen- und Blütenentwicklung bei N. concinnusKnospen:

"Kopfbildend" - die Knospen erscheinen zunächst als kleine, braun bewollte bewollte Kugeln, die sich bald zu einem sehr schlanken Hals strecken, bevor schließlich durch Verbreiterung im oberen Bereich der "Kopf" entsteht, aus dem die kräftig roten Spitzen der ansonsten gelben Petalen bereits frühzeitig hervorstehen.

Blüten:

 


Standorte:

In der Erstbeschreibung ist als Fundort angegeben: "Montevideo, wo sie vorkommen im Grasland, an den Ufern von Bächen, im Gras versteckt, auf sandigem Gelände wachsend". Pflanzen, die große Übereinstimmung mit der Erstbeschreibung von N. concinnus aufweisen, konnten in der Vergangenheit im Süden Uruguays westlich und östlich von Montevideo gefunden werden:

  • Montevideo (Dept. Montevideo): Gf 738, H 68, HU 1451, HR 62, KH 967, LB 2802, PR 75, Schl. (o.Nr.), WRA 149
  • Picada de Benitez (Dept. Colonia): WD 175, Schl. (o.Nr.) 
  • Rosario (Dept. Colonia): Gf 1258
  • San Carlos (Dept. Maldonado): KH 453 
  • Tarariras (Dept. Colonia): WRA 147
  • Trinidad (Dept. Flores): WRA 143

Der Fundort des ebenfalls der Beschreibung entsprechenden WR 348 ist bislang unbekannt.


Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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