Leicht verändert nach: Neduchal, J.: Notocactus-Bilanz 1998

Leitart: Notocactus ottonis (Lehmann 1827) Berger ex Backeberg 1959

Körperbau: sehr variabel, kugelig bis säulig, Rippen: Meist von großer Anzahl, häufig spiralartig gedreht, oft auffallend gehöckert. Areolen: Im Jugendstadium sehr wollig, später verkahlend, Dornen: sehr unterschiedlich, selten hakenförmigFoto Henßen

Blüten: Meist gelb, seidig glänzend, oft in großer Zahl nahe dem Scheitel, trichterförmig bis glockig erweitert. Der Fruchtknoten und die Blütenröhre sind meist dicht mit schmalen spitzen bis grannenartig zugespitzten Schuppen besetzt, die manchmal am Fruchtknoten reduziert sind. In den Achseln tragen die Blüten durchweg dünn stachlig bis stachlig - borstige, mehr oder weniger gewundenen Dornen, die manchmal von Wollbehaarung überdeckt werden.
Die Blütenröhre erweitert sich über dem Fruchtknoten allmählich trichterförmig bis breit schüsselförmig. Die zahlreichen Staubblätter sind manchmal in deutliche Gruppen geteilt oder entspringen bis zum Schlund aus der Blütenwand.
Der Griffel trägt meist strahlend ausgebreitete Narbenäste, die meist rot sind.

Früchte: Sie sind oft von großen Blütenresten gekrönt. Am Anfang zunächst weichfleischig und verhältnismäßig klein, strecken sie sich bei manchen Arten später stark in die Länge, wobei die Samen oft nur in dem oberen Teil der Frucht verbleiben.
Er ist gerade oder leicht schief glockenförmig bis halbkugelig, mit einem basalem geradflächigem bis etwas abgewinkeltem Hilum-Micropylar-Bereich ( HMB ), das gewöhnlich etwas größer ist, als der Samendurchmesser. Etwa in der Mitte des HMB ist eine mehr oder weniger deutliche, schon im Bau der Samenanlage vorgebildete Wölbung, an deren Spitze das Micropylarloch liegt. Der ganze HMB ist von einer dünnen Schicht lockeren Gewebes bedeckt, die meist mehr oder weniger abgescheuert ist, so dass die darunter liegenden Testazellen durchscheinen. Die meist schwarze Testa gehört dem warzigen Typ an. Sie ist stets von einer Arillushaut überzogen, die aber bei der Samenreife meist abspringt. Ein Perisperm ist nicht vorhanden. Der Embryo ist eiförmig und besitzt nur einen kleinen Spalt zwischen nicht abgegliederten Keimblättern.

Vorkommen: Von der Mitte Argentiniens über Uruguay bis nach Südbrasilien ( in den Staaten: Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Parana), Paraguay und Kolumbien.


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